HIV /AIDS ist ein
globaler Notfall!
AMREF arbeitet an vorderster Front der weltweiten
Kampagne, um die Auswirkungen in Afrika zu bremsen
und zurück zu drängen.
Die HIV Pandemie bleibt ein weltweites Desaster.
In Afrika südlich der Sahara lebten 2005
65% aller 40,3 Millionen Menschen mit HIV/AIDS
infizierten Menschen. Obwohl der Virus und seine
Ursachen auch südlich der Sahara langsam
ins Bewusstsein der Bevölkerung dringen,
ist die Verbreitung nicht zurückgegangen,
im Gegenteil.
2005 wurden 4,9 Millionen Neuinfektionen
registriert, 3,2 Millionen (65%) davon in Afrika,
und das obwohl der Kontinent nur 10%
der Weltbevölkerung beheimatet.
Es war die größte Anzahl von Neuinfektionen
in einem Jahr seit dem Ausbruch der Pandemie.
Wegen der schwachen Stellung der Frau sind Mädchen
besonders gefährdet. Im Alter von 19 bis
24 Jahren sind beispielsweise 3-6 Mal so viele
Frauen infiziert wie Männer.
Obgleich der Zugang zu antiretroviraler Behandlung
international rapide zugenommen hat, wurde 2005
noch nicht einmal einer von 10 Afrikanern mit
Behandlungsbedarf betreut. Zusätzlich hat
sich die Anzahl der behandelten Fälle vervierfacht.
Es besteht also eine berechtigte Notwendigkeit,
den Zugang zur antitretroviralen Medikamenten
zu erhöhen. Auf der anderen Seite haben
alle Maßnahmen zur Prävention
noch nicht zu einer ausreichenden Verhaltensänderung
geführt um die Epidemie zurückzudrängen.
Viele Gemeinschaften haben keinen Zugang zu
Informationen, Techniken und anderen Mitteln
um eine Verhaltensänderung herbeizuführen.
Zusätzlich hat die erhöhte Anfälligkeit
von HIV- Infizierten für andere infektiöse
Krankheiten, insbesondere Malaria und Tuberkulose
(TB), die negativen Auswirkungen der Infektionen
verstärkt.
Zum Beispiel hat sich TB durch die HIV Epidemie
wieder dramatisch verbreitet und ist mittlerweile
zu einem Notstand auf dem afrikanischen Kontinent
geführt. Insbesondere die immer häufiger
auftretende Resistenz von TB und HIV gegen herkömmliche
Medikamente wird die Forschung in Zukunft vor
neue Herausforderungen stellen.
AMREF konzentriert sich aktuell
auf drei Bereiche:
1. Verbesserung der HIV und
TB Prävention bei Gefährdeten und
Randgruppen durch sichereres Verhalten, durch
Feststellen des individuellen HIV-Status und
Diagnostizieren von Erkrankung mit TB.
2. Effektivere Prävention,
Versorgung und Behandlung durch Stärkung
der Gemeinschaften und des Gesundheitssystems
im Umgang mit HIV und TB.
3. Vereinfachter Zugang zu
einer wirksamen Versorgung für Menschen,
die mit HIV und TB leben.
Die Projekte werden ständig auf ihren Nutzen
hin untersucht und weiter entwickelt.
Die hieraus gewonnenen Erfahrungen teilt AMREF
mit anderen Organisationen, Institutionen und
Regierungen weltweit, um gemeinsam den besten
Weg zur Behandlung und Bekämpfung der Pandemie
zu finden.
Ob ein Projekt für LKW-Fahrer aus den frühen
1990er Jahren oder die aktuelle Antiretroviralthereapie
im größten Slum von Afrika, Kibera-,
AMREF hat Methoden entwickelt, dokumentiert
und unterstützt, die HIV Übertragung
reduzieren und die Lebensumstände der ungeschützten
Mitglieder der Gesellschaft verbessern.
Zur Zeit konzentrieren sich die Forschungen
auf HIV Tests und Beratungen in verschiedenen
Millieus, ordnungsgemäße Diagnose
von HIV und TB in notdürftigen Einrichtungen,
Mikrobiozide, Übertragung von Herpes Simplex
Virus Typ II, Sexuelle Aufklärung von Heranwachsenden
und HIV/AIDS und TB Programme am Arbeitsplatz.
In Zusammenarbeit mit UNAIDS versorgt
AMREF Regierungen, NGOs
und privaten Unternehmen in Ostafrika befristete
mit technischer Hilfe zur Bekämpfung von
HIV/AIDS.
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