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BMZ
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Hoffnung
für AIDS-Kranke -
Erneute Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung:
Weltweit leben 38,6
Millionen Menschen mit HIV/AIDS,
ca. 37 Millionen davon leben in der Dritten
Welt. Eine Methode zur Heilung ist nicht
in Sicht. Soweit die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht ist, dass es heute
möglich ist mit der richtigen Behandlung
mit der Infektion weitere zehn, zwanzig
oder dreißig Jahre zu leben. Die
Behandlungsmethode heißt Antiretroviral-Therapie
und besteht aus einem Medikamentencocktail,
der die Virenbelastung des Körpers
reduziert.
6,5 Millionen Infizierte müssten
dringend mit antiretroviralen Medikamenten
behandelt werden. Bisher werden jedoch
nur ca.1,65 Millionen Menschen entsprechend
therapiert. So viel zu den blanken Zahlen.
Insbesondere Afrika ist
von der HIV/AIDS Pandemie betroffen. In
manchen Regionen sind mehr als 40% der
Menschen mit dem Virus infiziert.
Hauptursache hierfür sind kulturelle
und soziale Hintergründe. Die schwache
soziale Stellung der Frau, Polygamie und
geringer Bildungsgrad führen weiter
zu einer rasanten Verbreitung des Virus.
Die Behandlung der HIV-Infizierten mit
antitretroviralen Medikamenten ist in
zweierlei Hinsicht essentiell: Einerseits
hilft sie dem Kranken persönlich
und ermöglicht ihm sein Leben mit
geringen Einschränkungen weiterzuführen.
Darüberhinaus kann der Betroffene
auch weiterhin für sich und seine
Angehörigen sorgen und seinen Teil
zu der wirtschaftlichen Entwicklung seiner
Region beitragen.
Zwar stellt die Pharma-Industrie den Entwicklungsländern
die notwendigen Medikamente mittlerweile
zu günstigen Konditionen zur Verfügung,
jedoch fehlt es überall an gut ausgebildetem
medizinischem Personal, das dem Patienten
die komplizierte Behandlung
erklärt und ihn über einen längeren
Zeitraum betreut.
Dieser ohnmächtigen Situation möchte
AMREF Deutschland abhelfen. Wir reichten
daher das Projekt „Ausbildung in
Anti-Retroviral-Therapie“ beim Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ) ein. Nach eingehender
Prüfung willigte das BMZ
ein, das Projekt über zweieinhalb
Jahre mitzufinanzieren.
Das Projekt besteht aus drei Komponenten:
Wir bilden ART-Provider aus, die nach
kurzer Zeit eingesetzt werden können,
um die ART-Behandlung vor Ort durch zuführen.
Im zweiten Schritt bilden wir ausgesuchte
Ärzte, Krankenschwester und Clinical
Officers zu ART-Ausbildern aus verschiedenen
Regionen in Kenia und im Südsudan
aus. Hierbei handelt es sich um einen
besonders nachhaltigen Teil des Projektes:
Je mehr Ausbilder es gibt, desto mehr
Provider können trainiert werden.
Die Ausbildung findet im Trainingszentrum
von AMREF in Nairobi statt.Das Trainings-Department
hat extra für dieses Projekt Lehrpläne
entwickelt, die mit großer Zustimmung
von den Gesundheitsministerien von Kenia
und Südsudan abgesegnet wurden.
Die dritte Komponente besteht aus dem
ART-Knowledge Hub. Es handelt sich dabei
um ein Informationszentrum, in dem alle
HIV-relevanten Erkenntnisse gesammelt
werden und jederzeit abrufbar sind. Via
SMS oder Internet können die User
Fragen stellen und sich über alle
HIV/Aids relevanten Themen informieren.
Das äußerst positive Feedback
von offizieller Seite lässt uns hoffen,
dass wir das Projekt gemeinsam mit dem
BMZ ausweiten und auch bald ART-Provider
und deren Ausbilder für Tansania
trainieren können.
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Unsere
erste Mission 1957
besuchte Michael Wood, einer der drei
Chirugen, die AMREF gründeten, den
berühmten Albert Schweitzer in seinem
Lepra-Missions Hospital in Lambarene,
Westafrika. „Wie können
wir die 80% der Afrikaner
medizinisch versorgen, die nicht die städtischen
Einrichtungen erreichen“, fragte
Wood. „Benutze die Möglichkeiten
unserer Zeit“, war die Antwort von
Schweitzer. Flugzeuge
und Funkgeräte waren damals die Mittel
der Zeit und wurden die Grundlage unserer
Arbeit. |
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