 |
Nurses on the Net
|
 |
Krankenschwestern
sind seit jeher das Rückrat der medizinischen
Versorgung in Afrika, da Ärzte
in den ländlichen Gebieten noch immer
rar gesät sind. Sie halten oft allein
die Stellung in Missionskrankenhäusern,
sind verantwortlich für Impfkampagnen
und stehen den Müttern bei der Geburt
ihrer Babys in den Hütten bei.
Hinzu kommt, dass die sich schnell verändernden
Ansprüche des Gesundheitswesens immer
mehr Gesundheitspersonal erfordern, das
mit den stetig steigenden Herausforderungen
der medizinischen Versorgung
umgehen kann. Erkrankungen wie z.B. HIV/AIDS,
Tuberkulose und Malaria konfrontieren
das Krankenschwestern aufgrund neuer Forschungserkenntnisse
mit einer sich ständig wandelnden
medizinischen Versorgung.
Mit den jetzigen Ausbildungskapazitäten
würde es allerdings länger als
50 Jahre dauern, um den derzeitigen Personalbestand
weiterzubilden. Hinzu kommt, dass der
Staat eine sicherlich unbezahlbare Summe
von mindestens US$28 Mio.
aufbringen müsste, um die dadurch
anfallenden Kosten zu decken.
Weiterhin problematisch ist, dass die
derzeit vorhandenen Weiterbildungseinrichtungen
von den Krankenschwestern einen längeren
Aufenthalt fern von ihrem Einsatzorten
und damit meist auch von ihren Familien
erfordern würden. Viele Krankenschwestern,
die eigentlich Interesse an solch einem
Programm hätten, werden durch dieses
Kriterium von einer Entscheidung für
eine Fortbildung abgehalten. Vor allem
selbstständig arbeitende Krankenschwestern
und Hebammen müssten für die
Dauer ihrer Weiterbildung auf das Einkommen
verzichten und könnten dadurch ihre
Familien nicht mehr versorgen. Gelöst
können diese Probleme durch das Angebot
eines Fernstudiums, da dieses kostengünstiger
ist und die Krankenschwestern in ihrer
gewohnten Umgebung bleiben können.
Um diesen verschiedenen Bedürfnissen
gerecht werden können, ist E-Learning
seit einigen Jahren das Zauberwort für
25.000 Nurses. „Wenn schon
an allen Ecken und Enden Ärzte fehlen,
dann sollen wenigstens die Krankenschwestern
besonders gut ausgebildet sein“
Dieser Wunsch der Sister Superior von
25.000 Nurses in Kenia brachte alles ins
Rollen und die langjährige Erfahrung
im Bereich medizinischer Ausbildung machte
AMREF zum idealen Ansprechpartner für
dieses Projekt.
Die AMREF Trainingskoordinatorin
Stephanie Nduba nahm
sich des Themas an und erarbeitete in
kürzester Zeit einen Up-Grading-Fernkurs
abgestimmt auf die speziellen Anforderungen
an die Krankenschwestern.
Mit Hilfe von E-Learning ergänzen
die Nurses nun in einem Fernstudium ihr
Wissen über den menschlichen Körper,
Krankheiten und die Möglichkeiten
der Heilung in der heutigen Zeit.
Überzeugt von der großen
des Projektes spendete AMREF Deutschland
zunächst 25 neue PC´s und ergänzte
diese Sachspende später, gemeinsam
mit der österreichischen Regierung,
durch finanzielle Hilfe.
Wegen des beträchtlichen praktischen
Erfolges wird das Programm im nun auch
Health Workers ausgeweitet werden. 59.000
medizinische Hilfskräfte sind dabei
per Computer ihr Wissen vervollkommnen.
Das Konzept des Fernstudiums
ist in Afrika nicht neu und hat sich im
Bereich des Lehrer-Trainings und der Erwachsenenbildung
als sehr erfolgreich bewährt.
|
|
|
 |
 |
Unsere
erste Mission 1957
besuchte Michael Wood, einer der drei
Chirugen, die AMREF gründeten, den
berühmten Albert Schweitzer in seinem
Lepra-Missions Hospital in Lambarene,
Westafrika. „Wie können
wir die 80% der Afrikaner
medizinisch versorgen, die nicht die städtischen
Einrichtungen erreichen“, fragte
Wood. „Benutze die Möglichkeiten
unserer Zeit“, war die Antwort von
Schweitzer. Flugzeuge
und Funkgeräte waren damals die Mittel
der Zeit und wurden die Grundlage unserer
Arbeit. |
 |
 |
 |
|
 |
 |

|