200.000 Euro für südsudanesische Flüchtlinge

P1060127Der Südsudan befindet sich derzeit im Ausnahmezustand. Fast eine Million Menschen sind mittlerweile auf der Flucht vor dem Konflikt in ihrem Heimatland. AMREF hat sich in Anbetracht des Ausmaßes der Krise dazu entschlossen, Soforthilfemaßnahmen einzuleiten. Als Mitglied der Nothilfe-Koordinationsgruppe wurde AMREF gebeten, die operative chirurgische Notfallversorgung im Südsudan und in den Flüchtlingslagern in Kenia und Uganda im Rahmen der Clinical Outreach Programme zu unterstützen.

Jetzt haben wir gute Neuigkeiten:
Sternstunden e.V., die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, hat zugesagt, diese Maßnahmen mit 200.000 Euro zu unterstützen.

Das Mission Hospital Kakuma und das Lodwar Hospital in Turkana (Kenia) werden bereits durch das Clinical Outreach Programm von AMREF betreut. Jetzt wird AMREF die Anzahl der Visiten deutlich erhöhen.So erhalten mehr Menschen, und vor allem die unzähligen Kinder im Flüchtlingscamp Kakuma, die dringend notwendige medizinische Versorgung. Sie sind mit ihren Müttern oft hunderte Kilometer gelaufen, um das Lager zu erreichen und sind gezeichnet von Erschöpfung und nicht selten lebensbedrohlichen Verletzungen.

AE_Turkana_0911_0577_kleinZusätzlich wird die Region derzeit von einer anhaltenden Dürre heimgesucht, die die Situation der Flüchtlinge, aber auch der ansässigen Bevölkerung, zusätzlich erschwert. Durch die finanzielle Unterstützung von Sternstunden e.V. sollen mindestens 4.500 Untersuchungen und 250 Operationen durchgeführt werden sowie das dafür nötige medizinische Equipment zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden während der Projektlaufzeit von April 2014 bis Juni 2015 die Ärzte und Krankenpfleger vor Ort geschult, um die Krankenversorgung nachhaltig zu verbessern.

Wenn auch Sie helfen wollen, dass weitere Visiten durchgeführt werden können und Menschen dringend nötige medizinische Versorgung erhalten, dann können Sie hier spenden!

AMREF im Südsudan

AMREF unterstützt den Südsudan seit mehr als 20 Jahren. Schon während des jahrzehntelangen Bürgerkrieges war AMREF als eine der ganz wenigen NGOs im Land und hat deshalb bei der lokalen Bevölkerung einen besonders großen Rückhalt. Als Folge des Bürgerkrieges ist die medizinische Infrastruktur zerstört und qualifiziertes Personal hat das Land verlassen. Nur 25 Prozent der Bevölkerung haben überhaupt Zugang zu medizinischer Versorgung. AMREF hilft dabei, ein Gesundheitssystem aufzubauen. Die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal steht dabei im Zentrum der Aktivitäten. Um diese nachhaltige Arbeit weiter erfolgreich durchführen zu können, hat AMREF sich entschlossen, die bestehenden Strukturen vor Ort zu nutzen, um Soforthilfe zu leisten. AMREF ist keine Katastrophenorganisation, aber als verlässlicher Partner in der Region muss den Menschen im Südsudan auch im Krisenfall beigestanden werden.

Spenden Sie für die Menschen im Südsudan!