
Ende Juli hat die UN-Vollversammlung das Recht auf sauberes Wasser als Menschenrecht anerkannt.
Die von Bolivien eingebrachte Resolution wurde einstimmig angenommen, allerdings gab es 41 Enthaltungen, vorab aus Industrieländern, darunter den USA, Grossbritannien und Kanada. Neben der Schweiz stimmten auch Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Norwegen dem Antrag zu.
Nach Schätzungen der Uno haben derzeit rund 884 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2,6 Milliarden Menschen keine Toiletten. 4000 Kinder sterben täglich, weil sie schmutziges Wasser trinken müssen.
Zwar ist die Uno-Resolution zum Recht auf Wasser rechtlich nicht verbindlich und nicht einklagbar, aber symbolisch und politisch dennoch von großer Tragweite. Die Industrieländer und die internationalen Organisationen werden aufgefordert, die Entwicklungsländer finanziell und technisch dabei zu unterstützen, sauberes und erschwingliches Trinkwasser sowie sanitäre Anlagen für alle Menschen zur Verfügung zu stellen.
Um das Menschenrecht auf Wasser tatsächlich durchzusetzen, braucht es nun einen zweiten Schritt: eine rechtlich verbindliche Konvention, die das Wasser als gemeinsames Gut der Menschheit anerkennt, die Lebensgrundlage der kommenden Generationen schützt und Verteilungsgerechtigkeit herstellt. Zudem sollte jedes Land in einer nationalen Wasserstrategie festschreiben, wie es das Recht auf Wasser umsetzen und gewährleisten will.
(Quelle: Auszug aus “Uno anerkennt Menschenrecht auf Wasser” von Alliance Sud)
AMREF Wasser-/Trachomprojekt in Samburu, Kenia
Dank finanzieller Unterstützung durch KNORR Bremse Global Care e.V. wird AMREF im Dezember 2010 ein Wasser-/Trachomprojekt in Samburu, Kenia beginnen.
In dieser, von großer Trockenheit gekennzeichneten Gegend, die hauptsächlich von Nomaden besiedelt ist, herrscht Wasserknappheit. Durch den fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und mangelnde Hygienemaßnahmen treten immer wieder epidemieartige Erkrankungen auf, die durch verunreinigtes Trinkwasser verursacht sind.
AMREF Wasserprojekt in Mkuranga, Tanzania
Dank finanzieller Unterstützung durch die LANXESS AG fördert AMREF Deutschland ein Wasserprojekt in Mkuranga, Tanzania.
In 24 Schulen dieser durch langanhaltende Trockenheit charakterisierten Gegend wird durch AMREF das PHASE (Personal Hygiene and Sanitation Education) – Programm der WHO durchgeführt. Kinder lernen über die essentielle Bedeutung von Hygienemaßnahmen, über die Nutzung von Latrinen und die Vermeidung von durch verunreinigtes Trinkwasser verursachte Krankheiten.
Erfahren Sie mehr über die AMREF Wasser- und Trachomprojekte in Kenia und Tanzania und erfahren Sie, wie auch Sie helfen können