Chrismon: “AMREF – Projekte im Süd Sudan”
Chrismon, das evangelische Magazin, stellt „AMREF – Entbindungsklinik und Hebammenschule im Süd Sudan“ in seiner Januar-Ausgabe vor:
Geld spenden, Gutes tun: Eine Entbindungsklinik im Südsudan, damit Mütter und Kinder überleben können
Schwangerschaft ist hier lebensgefährlich. Jede 15. Mutter im Südsudan stirbt beim Gebären. Und jedes fünfte Kind wird nicht einmal fünf Jahre alt: Es gibt keine Vorsorgeuntersuchungen, keine lmpfungen, viel zu wenige medizinische Versorgungsstätten.
Das Missionskrankenhaus Lui in Western Equatoria ist für 150000 Menschen die einzige Anlaufstelle. Aber das Gebäude ist baufällig, es gibt nur einen Arzt, keinen OP-Saal. Die afrikanische Hilfsorganisation AMREF errichtet – mit Hilfe von 190000 Euro Spen den von „Ein Herz für Kinder“ – einen Anbau mit Kreißsaal, Untersuchungs- und Funktionsräumen sowie zehn bis 20 Betten für Schwangere und Wöchnerinnen mit Komplikationen. Um den neuen Klinikteil technisch auszustatten – etwa mit Ultraschall, Sterilisationsgeräten, lnfusionsbesteck – und zur Anschaffung eines Krankenwagens braucht AMREF weitere Geldspenden. Daneben wird die mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichnete Organisation auf dem Gelände eine Hebammenschule einrichten und benötigt Geld für Unterrichtsräume, Unterkünfte, Organisation von Praxiseinsätzen, Lehrer, Unterrichtsmaterial.
Fragen an Dr. med. Marcus Leonhardt, Direktor von AMREF Deutschland
Warum ist die Mütter- und Säuglingssterblichkeit im Südsudan so hoch?
Nach dem langen Bürgerkrieg leiden die Menschen unter Hunger, Mangelernährung und Krankheiten. Dabei gibt es kaum Krankenhäuser und Ärzte. Bei Komplikationen müssen hochschwangere, geschwächte
Frauen oft kilometerweit laufen.
Aber die geplante Entbindungsklinik ist auch nicht näher dran an den Leuten.
Die Menschen verstehen Lui als „ihr Krankenhaus”, daran docken wir an. Wir bilden Hebammen aus, damit diese später in den Dörfern helfen können. Wir brauchen einen Krankenwagen, um zu Notfällen zu fahren.
Das geplante Referendum zur Unabhängigkeit könnte neue Unruhen entfachen. Was wird dann aus dem Krankenhaus?
AMREF ist eine afrikanische Organisation. Die meisten Mitarbeiter kommen von hier. Sie bleiben vor Ort, auch in Krisenzeiten.
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