Spendenaktion zum Muttertag in Ostafrika
Dort helfen, wo Geburten häufig ein Todesurteil sind
Der achte Mai ist Muttertag – ein Tag, an dem alle Mütter dieser Welt geehrt werden sollen. Gerade in Ländern, in denen Frauen nicht nur von ethnischen, wirtschaftlichen und politischen Konflikten, sondern besonders von gesundheitlichen Problemen betroffen sind, steht dieser Tag ganz einfach für ein besseres Leben von Müttern. Die afrikanische Hilfsorganisation African Medical and Research Foundation (AMREF) ruft deshalb zu einer Spendenaktion auf, um Müttern in Ostafrika mit einer medizinischen Grundversorgung eine bessere Lebensperspektive zu geben.
In den Industrieländern ist sie eine Freude, in Ostafrika häufig ein Todesurteil: Die Geburt eines Kindes. Ursache der hohen Sterblichkeit von Müttern und Kindern in Ostafrika ist die mangelhafte Gesundheitsversorgung. Dies möchte die Hilfsorganisation AMREF ändern: Die Organisation hat sich verpflichtet, in Übereinstimmung mit den Millenniums-Zielen der Vereinten Nationen die Müttersterblichkeit bis 2015 um drei Viertel zu verringern.
Die AMREF-Spendenaktion zum diesjährigen Muttertag kommt Müttern im Süd Sudan zugute, wo Hilfe besonders dringend benötigt wird: In dieser Region herrscht die weltweit höchste Mütter- und Kindersterblichkeit. Jede 15. Mutter stirbt bei der Geburt, und jedes fünfte Kind erreicht nicht das fünfte Lebensjahr. Besonders häufige Todesursachen sind dabei Infektionen und Blutungen, die durch geschultes Gesundheitspersonal und hygienische Verhältnisse verhindert werden können.
Derzeit unterstützt AMREF deshalb den Ausbau der Klinik Maridi im Süd Sudan mit der Errichtung einer Geburtshilfestation. Im Fokus stehen die Anschaffung medizinischer Geräte und die Gründung einer Hebammenschule, an der jährlich zwanzig Hebammen ausgebildet werden sollen. Denn auf dem Gebiet der Geburtshilfe herrscht in Maridi dringender Bedarf an Fachpersonal: Bisher konnten kaum Hebammen in der Klinik Maridi ausgebildet werden, da sich die Entbindungseinrichtung in einem besonders schlechten Zustand befindet. Die Folge: Frauen in der Region bevorzugen bisher Hausgeburten. Diese wiederum verlaufen häufig fatal. Die neue Geburtshilfestation des Klinikums Maridi wird nach ihrer Fertigstellung ein Einzugsgebiet mit 150.000 Menschen versorgen. Für das Engagement von AMREF zählt dabei jede Spende: Schon 50 Euro genügen, um 40 Kinder gegen Kinderlähmung zu impfen.
Anders als viele andere NGOs setzt AMREF auf die afrikanische Bevölkerung selbst, um eine Basisgesundheitsversorgung in Ostafrika zu errichten. So auch bei der Errichtung der Hebammenschule an der Klinik Maridi: Indem einheimische Frauen zu Hebammen ausgebildet werden, stellt die Hilfsorganisation die Nachhaltigkeit ihres Engagements sicher – getreu ihrem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die bisherigen Erfolge der Arbeit von AMREF: Die Organisation hat bereits 25.000 Krankenschwestern und mehr als 2.000 Ärzte ausgebildet, um die nachhaltige Gesundheitsversorgung für Schwangere und Mütter in den Gemeinden zu gewährleisten. Außerdem werden mithilfe der Community-Health Worker einheimische Erwachsene und Kinder über Symptome sowie Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten unterschiedlicher Erkrankungen aufgeklärt.
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