Gemeinsam mit Apotheker ohne Grenzen in Kenia

Die Hungersnot in Ostafrika fordert immer mehr Opfer. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind inzwischen über 12 Millionen Menschen unmittelbar bedroht und dringend auf Hilfe angewiesen. 29.000 Kinder fielen der Hungersnot zum Opfer. Besonders betroffen sind Somalia, Äthiopien und Kenia. Auch wenn zahlreiche große internationale Hilfsorganisationen vor Ort arbeiten, besteht nach Einschätzung von Dr. Thomas Bergmann dringend Bedarf an zielgerichteter Hilfe von Spezialisten wie den Apothekern ohne Grenzen (AoG).

Bergmann koordiniert den Einsatz der Pharmazeuten seit einigen Tagen aus der kenianischen Hauptstadt Nairobi. In Kenia stellen die Apotheker ohne Grenzen ihrem Partner AMREF Flying Doctors eine größere Lieferung an essenziellen Arzneimitteln zur Verfügung. “AMREF engagiert sich seit über 50 Jahren in Ostafrika, setzt den Fokus auf Ausbildung und arbeitet vor allem mit erfahrenen lokalen Mitarbeitern”, so Bergmann. AMREF betreibt in Nairobi einen so genannten Outreach Service, mit dem Arzneimittel, medizinische Geräte und Personal per Flugzeug in strukturschwache Regionen ausgeflogen werden, um dort die medizinische Versorgung sicher zu stellen.

„Wir sehen als Apotheker primär unsere Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass die pharmazeutischen Hilfsgüter sinnvoll ausgewählt, sachgerecht gelagert und an die Patienten abgegeben werden“, so Andreas Portugal, verantwortliches Vorstandsmitglied für den Bereich der AoG-Nothilfe. Dazu stehen zahlreiche geschulte Apothekerinnen und Apotheker zu Verfügung, die bei Bedarf ihre Freizeit opfern, um ehrenamtlich vor Ort Hilfe zu leisten.

Weitere Informationen:

www.apotheker-ohne-grenzen.de