Soforthilfe: Nahrungsmittellieferung nach Kenia

Neuburg, 19. August 2011:

25 Tonnen an „high energy emergency food bars” haben heute den Herstellungsort in Neuburg verlassen und sind nun auf dem Weg nach Zürich, von wo aus sie am Montag nach Nairobi geflogen werden. Nach Erledigung der Zollformalitäten werden sie dann durch DB Schenker, den Logistikpartner von AMREF Deutschland, per LKW nach Kitale transportiert. Weitere 22 Tonnen werden in den nächsten Tagen auf dem Seeweg nach Kenia verschifft.

Die Nahrungsmittelnotversorgung wird dann bereits von 70 HIV-Mentoren im Northern Rift Valley in Empfang genommen. Diese 70 HIV-Mentoren haben mittlerweile eine Spezialausbildung durch AMREF und NASCOP erhalten, um den Zustand von Patienten mit akuter Unterernährung einschätzen zu können. Sie werden die Verteilung der Nahrungsmittel an die Primary Health Care Units in den Dürregebieten vornehmen, und die dort tätigen Gesundheitshelfer bei der Verabreichung und Gabe von Nahrungsmitteln an die unterernährten Kinder, Mütter und HIV-Patienten unterstützen.

20 Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 10.000 Litern, ausgerüstet mit Abflussrinne und Ablaufrohr, sind ebenfalls auf dem Weg nach Kitale und werden dort in den am heftigsten von der Dürre betroffenen Gebieten aufgestellt. Diese Wassertanks werden anfangs mit angeliefertem Wasser befüllt, danach sollen sie hoffentlich bald auftretendes sauberes Regenwasser auffangen.

Diese Komponente der Soforthilfe ist Bestandteil der Erweiterung eines langfristigen Programms, das AMREF in Zusammenarbeit mit NASCOP seit 2005 durchführt, um die Lebenssituation der mit HIV-infizierten Menschen in Kenia zu verbessern.

Dieses Projekt wird durch das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und AMREF Deutschland finanziert und von AMREF durchgeführt.

Weitere mittelfristige Projekte zum Wasserauffang und zur Wasserspeicherung werden gegenwärtig im Northern Rift Valley von AMREF durchgeführt.

Diese Projekte sind Bestandteil der Soforthilfe von AMREF Deutschland, in Zusammenarbeit mit AMREF in Afrika und mit weiteren lokalen Partnern. Der Ansatz dabei ist, die langfristigen und nachhaltigen Projekte von AMREF mit Maßnahmen zur effektiven Soforthilfe zu kombinieren.

Finanzielle Unterstützung und Förderung dieser Maßnahmen in Turkana, Wajir, Garissa, Samburi, Laikipia, Lamu, Dagoretti und in Afar, Äthiopien erhält AMREF durch die großzügigen Spenden von Sternstunden e.V. (gemeinnütziger Förderverein des Bayerischen Rundfunks), die AMREF mit der bisherigen Summe von 1.8 Millionen € für die Soforthilfe unterstützen, sowie durch Knorr Bremse Global Care e.V., die Firma LANXESS AG, BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder”, die PRANA-Stiftung und die Großzügigkeit vieler, vieler Privatspender.