AHAIC 2017 in Nairobi
Africa Health Agenda International Conference

BY9B9585_klein_schmalVom 7.-9. März 2017 fand in Nairobi, Kenia die „Africa Health Agenda International Conference“ (AHAIC) statt. Rund 1.000 Vertreter aus Politik, Wissenschaft sowie von Medien und internationalen Hilfsorganisationen kamen zusammen, um Gesundheitsthemen im Kontext Afrikas zu diskutieren und Zukunftslösungen zu erarbeiten. Amref Health Africa Deutschland wurde auf der Konferenz durch Kuratoriumsmitglied Dinese Hannewald vertreten. Sie resümiert:

Das Event war eine exzellente Plattform, um wichtige Kontakte zu knüpfen und um sich über neue Initiativen und Projekte zu informieren.

In Anlehnung an die 2015 von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs), ging es konkret um nachhaltige Lösungen vor Ort, stets nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Um zur Erreichung der SDGs beizutragen, ist die Einbeziehung der praktischen Erfahrung von Akteuren im Gesundheitsbereich sowie der Wissenschaft und Forschung essentiell.

Es ist an der Zeit von der Rhetorik zu konkreten Aktionen überzugehen.

So steht es auch auf einem Plakat von der Youth Pre-Conference (5. und 6. März), bei der Jugendliche zusammenkamen, um selbst aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft teilzuhaben.

YOuthPreConference_2017Erklärtes Ziel der Jugend-Konferenz sei es gewesen, junge Leute aktiv an Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen. Immerhin stellen sie 60% der gesamt Bevölkerung Afrikas, so Dinese Hannewald nach der Konferenz.

Am Ende der Konferenz steht nun ein Aktionsplan, der konkrete Forderungen beinhaltet. Ein Punkt ist der Aufruf zu mehr Investitionen in die Gesundheitssysteme, damit die unzähligen ehrenamtlichen Gesundheitshelfer in Afrika auch formale Anerkennung erlangen. Sie sind insbesondere in den ländlichen Regionen, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt, eine zentrale Stütze der medizinischen Versorgung. Außerdem wird  in dem Aktionsplan gefordert, die vielen technologischen Möglichkeiten unserer Zeit (eLearning, Telemedizin etc.) zu nutzen und diese auch aktiv in die Gesundheitsplanung zu integrieren. Zusammenfassend wurde festgestellt, dass es vor allem auf eine bessere Zusammenarbeit zwischen Regierungen, der Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor ankommt, um die Gesundheitssysteme in Afrika nachhaltig zu stärken.

Den gesamten Aktionsplan können Sie hier lesen (Engl.).