mLearning als Chance für die Gesundheitsversorgung

In vielen afrikanischen Ländern gibt es einen akuten Mangel an ausgebildetem medizinischen Personal. Ein wesentlicher Grund: Geringe Kapazitäten der Bildungseinrichtungen und kaum Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Folgen sind dramatisch. Jedes Jahr sterben in Afrika zehntausende Menschen – vor allem Kinder und (schwangere) Frauen – an vermeidbaren Krankheiten, die eigentlich einfach zu behandeln wären. mLearning ist ein innovativer Ansatz, um dem Mangel an qualifiziertem medizinischen Personal entgegenzuwirken.

In Afrika sind rund 70 % der Menschen Mobilfunkteilnehmer. Das nutzt Amref Health Africa, um die Gesundheitsversorgung ländlicher Regionen nachhaltig zu verbessern. Der mLearning-Ansatz ermöglicht den Austausch medizinischer Daten, Weiterbildung von medizinischem Personal und Informationsübermittlung via Mobiltelefon. Es können zum Beispiel verschiedene Unterrichtsmodule sowie medizinische Informationen von einer Datenbank abgerufen werden. Durch einen Chat sind die Gesundheitshelfer außerdem miteinander verbunden und können Fragen an Experten stellen. Das ist besonders für diejenigen relevant, die ansonsten schwer Zugang zu Weiterbildung und aktuellen medizinischen Informationen bekommen.

Mobilfunkteilnehmer_Afrika_2005-2015_ITU

Quelle: ITU/ICT

Amref Health Africa geht damit mit der Zeit – warum nicht die technischen Möglichkeiten nutzen, die in der heutigen Zeit zur Verfügung stehen und unzähligen Menschen in den entlegenen Regionen Afrikas eine bessere Gesundheitsversorgung ermöglichen könnten?

 

Am Anfang standen die Flying Doctors, dann kamen die Outreach Visiten dazu, später das eLearning für das Training von Gesundheitshelfern und jetzt das mLearning. Wir nutzen die ‚Hilfsmittel unserer Zeit‛, um Gesundheitstrainings und Dienstleistungen dort zu ermöglichen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Mit der mobilen Anwendung “Jibu” haben Krankenschwestern und Hebammen in Kenia, Tansania und Uganda die Möglichkeit sich weiterzubilden.

Mit LEAP kommt Weiterbildung und Hilfe für Gesundheitshelfer auch in die entlegensten Regionen:

Weiterführende Informationen: