Statement Amref Health Africa Deutschland anlässlich des G7-Gipfels
G7: In Gesundheit investieren, um Armut zu bekämpfen

IMG_0246_kleinArmut manifestiert sich nicht nur in niedrigem Einkommen und geringem Vermögen, sondern auch in mangelndem Zugang zu Gesundheitsversorgung. Der Appell ist deshalb klar: Wer Armut bekämpfen will, muss Gesundheitsthemen zur Priorität machen. Nicht ohne Grund sind drei Gesundheitsthemen auf der Agenda des G7-Gipfels: Antibiotikaresistenzen, vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten sowie Infektionskrankheiten wie Ebola. In all diesen Bereichen leistet Amref Health Africa einen wichtigen Beitrag.

„Gesundheit ist die Grundvoraussetzung für Armutsbekämpfung. Deshalb setzt Amref Health Africa auf die Stärkung von Gesundheitsstrukturen. Nur so können die Menschen ihre Lebensumstände verbessern und in Zukunft ohne fremde Hilfe leben.“, so Dr. Marcus Leonhardt, Direktor von Amref Health Africa Deutschland.

Gesundheit ist Grundvoraussetzung für Armutsbekämpfung

Besonders deutlich wird der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Armutsbekämpfung, wenn man die sogenannten Neglected Tropical Diseases (vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten) betrachtet. Eine solche ist die bakterielle Augeninfektion Trachom. Laut WHO sind 2,2 Mio Menschen erkrankt, der größte Teil davon in Afrika südlich der Sahara. Eigentlich ist die Krankheit einfach durch Antibiotika behandelbar. Nur unbehandelt führt Trachom zur Erblindung. Doch in den ländlichen Regionen, wo die meisten Menschen in Afrika leben, gibt es kaum Gesundheitsversorgung und so auch keine Behandlung. Für die Betroffenen hat dies dramatische Konsequenzen: Wenn sie erblinden, bedeutet dies meist, keine Chancen auf Bildung oder Erwerbstätigkeit mehr zu haben. Ein Weg aus der Armut bleibt versperrt.

Gesundheitsstrukturen nachhaltig stärken

Amref Health Africa setzt sich seit über 50 Jahren für die Stärkung der Gesundheitsstrukturen in Afrika ein. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf den ländlichen Gebieten, wo der Großteil der Bevölkerung lebt, das staatliche Gesundheitssystem aber nur unzureichend funktioniert. Wir setzen dabei auf bereits bestehende lokale Strukturen und bauen diese aus. Darum bilden wir unter anderem lokale Gesundheitshelfer aus. Sie sind selbst Mitglied der Gemeinschaft, in der sie dank der Ausbildung durch Amref Health Africa nun helfen, die Gesundheit der Menschen zu verbessern. 95% unserer Mitarbeiter vor Ort sind Afrikaner und Afrikanerinnen, das stärkt auch die soziökonomischen Strukturen vor Ort.

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