1. German-African Healthcare Symposium
Ebola: Zusammenspiel von Nothilfe und nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit

SONY DSCWas würden Sie tun, Herr Dr. Leonhardt, wenn Sie im Kampf gegen Ebola über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen würden?

Marcus Leonhardt, Direktor von Amref Health Africa Deutschland, diskutierte im Rahmen des 1. German-African Healthcare Symposium am 23.10.2014 über mögliche Ansätze im Kampf gegen Ebola:

„Wichtig ist das richtige Verhältnis. Es macht wenig Sinn, den Krisenländern Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, ohne darauf zu achten, was die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort sind. Was nützen medizinische Einrichtungen, wenn kein ausgebildetes Personal vorhanden ist, das dort arbeiten könnte? Was hilft all die gutgemeinte Hilfe, wenn die Bevölkerung kein Vertrauen in die Einrichtungen hat und deshalb nicht hingeht? Deshalb müssen Capacity-Building, Ausbildung und Aufklärung im Kampf gegen Ebola eine zentrale Rolle spielen. Hätte ich unbegrenzt Mittel zur Verfügung, würde ich  diese Bereiche stärken.“

Diese Bereiche zu stärken bedeutet auch, dass Krankheiten wie Ebola in Zukunft frühzeitiger erkannt und so Epidemien vielleicht sogar verhindert werden können. Eine Verbesserung der Gesundheitsinfrastruktur leistet den entscheidenden Betrag dazu, dass das Überwinden der Ebola-Krise 2014 nicht nur ein Erfolgsmoment der Entwicklungszusammenarbeit sein wird, sondern die Erfolgsgeschichte einer besseren Gesundheitsversorgung für die Menschen in Westafrika ist.

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