Neue Entbindungsstation im Südsudan

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Aktuell sterben in Afrika jedes Jahr 200.000 Mütter aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung. Um Frauen vor, während und nach der Geburt behandeln zu können, hat Amref Health Africa in Maridi eine neue Entbindungsstation errichtet. Bereits seit 1998 betreut Amref Health Africa das staatliche Institut für die Ausbildung im Gesundheitswesen in Maridi im Südsudan. Dort werden Clinical Officers , Krankenschwestern und Hebammen ausgebildet.

Eines der großen Ziele: die weltweit höchste Mütter-und Kindersterblichkeitsrate zu senken.

Die neue Entbindungsstation in Maridi ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Amref Health Africa im Südsudan seit 1972 beschreitet. Eines der großen Ziele dabei: die weltweit höchste Mütter-und Kindersterblichkeitsrate zu senken: Derzeit überlebt im Südsudan jede 15. Mutter die Geburt ihres Babys nicht, und eines von 5 Kindern stirbt noch vor seinem 5. Geburtstag. Das muss und kann sich ändern.

Was Amref Health Africa in Maridi konkret leistet

Amref Health Afica hat mit der finanziellen Unterstützung von Bild Hilft e.V. – Ein Herz für Kinder Räumlichkeiten für Behandlungen, den stationären Aufenthalt und Untersuchungen (werdender) Mütter gebaut und sichert überdies den technischen und gerätetechnischen Ausbau der Station. So können heute 20 bis 30 Entbindungen pro Monat in sicherer Umgebung durchgeführt werden. Kommt es zu Komplikationen ist das nötige Gerät vorhanden, um die Frauen und Neugeborenen angemessen zu versorgen.

2011 noch befand sich die Entbindungsstation des Krankenhauses in Maridi in einem katastrophalen Zustand. Werdende Mütter misstrauten der Einrichtung und bevorzugten Hausgeburten. Diese wurden jedoch meist nicht von medizinisch ausgebildetem Personal begleitet, woraus sich mitunter sehr kritische oder gar tödliche Situationen für Mutter und Kind ergaben.

Dass viele Frauen zur Geburt nicht ins Krankenhaus gingen, machte auch die Ausbildung dringend benötigter Hebammen zu einem schwierigen Unterfangen: Die praktischen Übungen mussten in den wenigen verfügbaren und weit entfernten Gesundheitszentren der Region durchgeführt werden. Deshalb wurden die Baumaßnahmen 2012 eifrig und mit großer Vorfreude angegangen. Im Oktober 2013 konnte die neue Entbindungsstation dann schließlich eröffnet werden (mehr erfahren). Die Ausbildung von Hebammen findet in unmittelbarer Nähe statt und die Hebammenschülerinnen unterstützen die Arbeit an der Station tatkräftig.