Weltmalariatag
Gesundheitshelfer in der Malariabekämpfung

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Anlässlich des Weltmalariatages am 25. April 2014 erneuert Amref Health Africa sein Versprechen, die Gesundheit in afrikanischen Gemeinden nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit den lokalen Gemeinden hat es sich die Organisation seit jeher zum Ziel gesetzt, die verbreitetsten Krankheiten auf dem afrikanischen Kontinent zu bekämpfen. Hierzu zählt insbesondere Malaria.

Die weltweiten Bemühungen Malaria zu bekämpfen, waren bis heute sehr erfolgreich. Bisher wurden schätzungsweise mehr als 3,3 Millionen Menschenleben gerettet. Insgesamt ist seit dem Jahr 2000 die Anzahl an Neuerkrankungen mit Malaria in Afrika um 31% gesunken, die Sterblichkeit sogar um 49%. Trotzdem ist Malaria immer noch eine weit verbreitete Krankheit: 2012 wurden mehr als 200 Millionen neue Krankheits- und 627.000 Todesfälle gemeldet.

Seit der Gründung von Amref Health Africa war die Malariabekämpfung eine der Prioritäten der Organisation. Dabei hat Amref Health Africa einen Schwerpunkt auf den Ausbau und die Stärkung von Gemeinschaften gelegt sowie auf einen besseren Zugang zu Präventionsmaßnahmen und schneller Diagnose und Behandlung. Im Rahmen dieser Zielsetzungen hat Amref Health Africa in der Vergangenheit diverse erfolgreiche und nachhaltige Projekte umgesetzt.

Alice the CHW points at the data information board at a health centre

Alice Aoko, Community Health Worker

Ein aktuelles Projekt ist das Community Case Management Programme in Kenia, das seit 2012 Community Health Workers (CHW, Gesundheitshelfer) ausbildet. Seit Beginn des Projektes wurden bereits mehr als 3.600 CHWs ausgebildet und mit Rapid Diagnostic Test kits ausgestattet, die eine schnelle Diagnose von Malaria sicherstellen. CHWs werden ausgebildet, die wichtigsten Symptome von Malaria erkennen und behandeln zu können. Sie arbeiten in den Gemeinden und besuchen die Erkrankten vor Ort, wodurch diese nicht in die meist weit entfernten Krankenstationen gehen müssen. Nur noch  Fälle mit schweren Komplikationen müssen an Krankenstationen überwiesen werden. Für das kenianische Gesundheitssystem sind CHWs mittlerweile ein unverzichtbarer Teil, da sie den Zugang zu medizinischer Versorgung von Gemeinden, vor allem in ländlichen Regionen, sicherstellen. Neben Diagnose und Behandlung geben CHWs ihr Wissen an die anderen Mitglieder der Gemeinden weiter, so dass die Anzahl an Neuerkrankungen reduziert wird.