Wasser- und Sanitärversorgung

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Eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Menschen in Kechene durch einen besseren Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen – das ist das Ziel des AMREF-Projektes in dem großen Slum bei Addis Abeba, unterstützt von Diageo, Euromoney und der Opal-Stiftung.

Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es belegt Platz 170 unter den 177 Ländern des UN-Index für menschliche Entwicklung. Über die Armut in den ländlichen Gebieten Äthiopiens wird häufig berichtet. Die steigende Anzahl von Menschen, die in den Slums der Städte leben, findet hingegen wenig Beachtung.

Im Slum Kechene etwa leben rund 50.000 Menschen – die meisten von ihnen in extremer Armut, unter schlechten hygienischen Bedingungen und ohne Zugriff auf sauberes Trinkwasser.

Deshalb setzt AMREF vor Ort Wasserquellen instand und installiert Einrichtungen für die sanitäre Grundversorgung. Diese werden anschließend von den Gemeinden selbst verwaltet. So kann der Entstehung und Ausbreitung vieler Krankheiten mit einfachen Mitteln wirkungsvoll und nachhaltig vorgebeugt werden – und die Bewohner von Kechene haben bessere Chancen auf ein gesünderes Leben.

Was AMREF in Kechene konkret leistet

In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden saniert AMREF bereits vorhandene Wasserquellen, damit sie für die Wasserversorgung verlässlich zur Verfügung stehen. Zusätzlich stellt AMREF durch die Installation von Sanitärgebäuden (mit Duschen, Toiletten und Wasserstellen), Wassertanks und Duscheinheiten die sanitäre Grundversorgung in Teilen des Slums sicher und verbessert die hygienischen Bedingungen dort. Zusätzlich bilden die Bewohnerinnen und Bewohner von Kechene mithilfe von AMREF Komitees für Wasser- und Sanitärversorgung, die sich dann eigenständig um die Verwaltung der Anlagen kümmern.

Bislang konnte in Kechene Folgendes erreicht werden:

  • 2 Quellen wurden instand gesetzt; sie versorgen nun 3.900 Menschen zuverlässig mit sauberem Wasser.
  • 5 Sanitärgebäude und 4 Duscheinheiten wurden installiert.
  • 11 Komitees für Wasser und Sanitärversorgung wurden eingerichtet.
  • Durch Informationsveranstaltungen und Aktivitäten des Projektes wurden bereits 11.458 Menschen erreicht.

Außerdem wurde das Projekt bereits von lokalen Behörden und anderen NGOs als ausgezeichnetes Praxisbeispiel mit nachhaltigen Ergebnissen anerkannt. Aufgrund der positiven Resonanz wünscht das Gesundheitsministerium, dass das Modell nun auch in den übrigen Bezirke von Kechene in rascher Zusammenarbeit von Behörden, Kommunen und anderen NGOs umgesetzt wird.
Auf diese Weise verzeichnet das Projekt gleich mehrfach Erfolg: In Zukunft dürfen noch mehr Menschen in Kechene auf bessere gesundheitliche Bedingungen und mehr Lebensqualität hoffen.