05. Mai 2014
Internationaler Hebammentag

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Hebammen stellen die notwendige medizinische Versorgung rund um eine Geburt sicher und leisten so einen wichtigen Beitrag, die Mutter- und Kindersterblichkeit in Afrika zu verringern. Gut ausgebildete Hebammen sind aber mehr als reine Geburtshelfer – sie ermöglichen Frauen über die Schwangerschaft hinaus ein selbstbestimmteres und gesünderes Leben.

Sie stellen die notwendige medizinische Versorgung rund um eine Geburt sicher und leisten so einen wichtigen Beitrag, die Mutter- und Kindersterblichkeit in Afrika zu verringern. Gut ausgebildete Hebammen sind aber mehr als reine Geburtshelfer – sie ermöglichen Frauen über die Schwangerschaft hinaus ein selbstbestimmteres und gesünderes Leben.

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In Afrika herrscht jedoch ein großer Mangel an ausgebildeten Hebammen. Eines der Millennium Development Goals (MDG) der Vereinten Nationen ist die Gesundheitsversorgung von Müttern zu verbessern und die Sterblichkeitsrate von Müttern bis 2015 um drei Viertel zu senken. Hebammen spielen hierbei eine große Rolle. Jedoch fehlen in Subsahara Afrika schätzungsweise mehr als 551.000 Hebammen. Und obwohl die Zahl an ausgebildeten Hebammen in den letzten Jahren stetig steigt, wird es noch ca. 29 Jahre dauern, bis die empfohlene Anzahl der Weltgesundheitsorganisation von 2,28 ausgebildeten Gesundheitshelfern und Hebammen pro 1000 Einwohner erfüllt werden.

Deshalb hat es sich Amref Health Africa in den letzten Jahren zu einer seiner Hauptaufgaben gemacht Hebammen auszubilden. Ziel der Kampagne Stand up for African Mothers ist es, 15.000 Hebammen bis zum Jahr 2015 auszubilden. Ist eine Hebamme erst einmal ausgebildet, kann sie jährlich die Betreuung von 500 Frauen sicherstellen und ermöglicht Frauen über die Schwangerschaft hinaus ein selbstbestimmteres und gesünderes Leben. Die Kampagne bietet die Möglichkeit der Weiterbildung sowie die Vollausbildung von Hebammen. Amref Health Africa Deutschland ermöglicht durch Spendengelder von Sternstunden e.V. und der Andreas Harberger Stiftung die Vollausbildung von 78 enrolled Midwifes (angehende examinierte Hebammen) in Äthiopien und dem Südsudan.

Die zweieinhalbjährige Ausbildung der enrolled Midwifes durch Amref Health Africa vermittelt neben fundiertem Wissen zur Geburtshilfe auch Kenntnisse vor- und nachgeburtliche Versorgung der Mütter und Kinder sowie Möglichkeiten zur Aufklärung von lokalen Gemeinschaften. Bis heute wurden bereits 5.452 Hebammen ausgebildet