Persönliche Geschichten
Aykes persönliche Geschichte: Zugang zu sauberen Wasser

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Ayke Aymele ist ein Nomadenhirte in Süd Omo, einer der entlegensten Gegenden Äthiopiens. Je nach Jahreszeit und Niederschlag zieht er mit seiner Unterkunft und seinen Tieren weiter. Der Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung ist eines der größten Probleme für Ayke und seine Nachbarinnen und Nachbarn.

Wir haben jetzt eine dauerhafte Quelle für sauberes, fließendes Wasser [...] inzwischen trinken nur noch die Ziegen aus den Tümpeln.

Ayke berichtet: „Als ich jünger war, war ich dafür verantwortlich, unsere Ziegen zu hüten und sie kreuz und quer durchs Land von einem Wasserloch zum nächsten zu treiben. Wenn die Trockenzeit kam, war es wirklich hart. Dann gab es nur noch in matschigen Tümpeln Wasser. Das mussten nicht nur die Ziegen, sondern auch wir trinken und zum Waschen benutzen. Die Leute wurden ständig krank.
Auch mein älterer Bruder wurde krank und starb. Nun musste ich mich ganz alleine um unsere einzige Einkommensquelle, die Ziegen, kümmern. Denn mein Vater ist gestorben, als ich noch sehr klein war.

Doch dann hat AMREF eine richtige Wasserstelle gebaut. Darüber bin ich sehr glücklich. Wir haben jetzt eine dauerhafte Quelle für sauberes, fließendes Wasser und müssen nicht mehr ewig durch die Wüste laufen, um welches zu finden. Mir ist auch aufgefallen, dass seither viel weniger Menschen krank werden. Durch die Wasserstelle können wir nun länger in einer Gegend bleiben. Das bedeutet, dass ich auch zur Schule gehen kann. Und inzwischen trinken nur noch die Ziegen aus den Tümpeln.“

Quelle: AMREF UK