Dürrehilfe in Kenia

viaje kenia oct 2015 195_kleinKenia erlebt seit 2016 eine verheerende Dürre. Die letzten Regenzeiten sind deutlich geringer und kürzer ausgefallen als normalerweise. Dies hat zu massiven Ernteausfällen und Viehsterben geführt. Die Dürre wurde von der kenianischen Regierung als „national desaster“ eingestuft. Kinder und Schwangere sowie stillende Frauen sind am meisten betroffen. In Kenia gilt die Ernährungslage von mehr als 2,6 Millionen Menschen als unsicher. Davon sind 1.1 Millionen Kinder. Ihre körperliche und geistige Entwicklung wird durch Mangel- und Unterernährung gefährdet. Die kenianische Regierung verteilt Lebensmittel in den am härtesten von der Dürre getroffenen Orten, aber angesichts des Ausmaßes der Krise und der großen Zahl an hilfsbedürftigen Menschen kann sie die riesige Herausforderung nicht bewältigen.

Samburu County gehört zu den 23 Bezirken in Kenia, die zum Notfall erklärt wurden und mit äußerster Dringlichkeit humanitäre Unterstützung benötigen. Hier liegt das Risiko von Unterernährung bei Kindern unter 5 Jahren bei mehr als 32 Prozent. Häufig auftretende Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen durch das geschwächte Immunsystem verschlimmern die Lage der Kinder.

Der Vegetationsindex, eine Maßeinheit für das Vorhandensein lebendiger Pflanzen, ist auf dem niedrigsten jemals gemessenen Stand.

Die Dürre zerstört die Ernten, Pflanzen verkümmern. Es gibt kaum noch Weideland für die Tiere, die Entfernungen zu den Wasserstellen für Mensch und Tier werden immer weiter. So verschlechtert sich ihr Versorgungszustand zunehmend und Nahrungsmittel werden zunehmend knapper.

Das Projekt verbessert die Nahrungs‐ und Gesundheitsversorgung von Kindern und Frauen im gebärfähigen Alter in den bedürftigsten Regionen in Samburu County (Kenia).

Das Projekt führt Soforthilfemaßnahmen zur Linderung der Dürrefolgen durch. Hierdurch wird ein Beitrag dazu geleistet, dass die Erkrankungsrate (insbesondere infolge von Mangelernährung) bei Kindern und Frauen abnimmt und speziell Kinder die Chance auf eine gesunde körperliche Entwicklung erhalten. Möglich wird die Hilfe auch dank der finanziellen Unterstützung von Sternstunden e.V.image011

Die folgenden Aktivitäten bilden hierbei den Fokus der Maßnahmen:

– In entlegenen, unterversorgten Regionen werden Untersuchungen zur Diagnose von Unterernährung und Mangelerkrankungen durchgeführt.

– Hierfür wird Gesundheitspersonal weitergebildet, das auch langfristig Mangel- und Unterernährung diagnostizieren und behandeln kann

– Dringend benötigte Nahrungsmittel werden angeschafft und an Bedürftige verteilt.