Medikamentenversorgung und pharmazeutische Logistik in Kenia

StefaniePuegge_ProjektbesuchJanuar2013_2 (1)_web

Um die pharmazeutischen Abläufe der Clinical Outreach Visiten in Ostafrika zu optimieren, unterstützt Apotheker ohne Grenzen Deutschland AMREF darin, das Versorgungssystem  zu verbessern. Außerdem wird das lokale medizinische Personal im Bereich des pharmazeutischen Wissens weitergebildet.

Notfallhilfe weitergedacht

Die erste Kooperation zwischen Apotheker ohne Grenzen und AMREF fand anlässlich der Dürrekatastrophe 2011 in Ostafrika statt. AoG unterstütze die Aktivitäten von AMREF durch die Bereitstellung von medizinischem Equipment und Medikamenten.
Dabei wurde auch bereits eine weiterführende Kooperation zwischen den Organisationen besprochen, um zusätzlich nachhaltige Effekte zu erzielen. AMREF formulierte in diesem Kontext den Wunsch nach einer Verbesserung des pharmazeutischen Knowhows im Rahmen der Clinical Outreach Programme. Die Entwicklung und Einführung einer Software zur Lagerverwaltung der Medikamente ist ein Kernelement der Kooperation. Diese Software wurde mit Unterstützung von Apotheker ohne Grenzen in Nairobi mit lokalen Experten entwickelt und befindet sich in der Einführungsphase. Nach der Einführung der Software in Nairobi soll diese in einer zweiten Projektphase auch in ländlichen Regionen Anwendung finden.

„In der Entwicklungszusammenarbeit mehr zusammenarbeiten“ ist eine zu Recht formulierte Forderung des entwicklungspolitischen Diskurses. Und AMREF geht mit gutem Beispiel voran. Seit 2012 arbeiten wir mit Apotheker ohne Grenzen Deutschland an einem gemeinsamen Projekt. Die Kooperation ist ein vorbildliches Beispiel für die häufig angemahnte vermehrte Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen.  AMREF ist die größte nichtstaatliche Gesundheitsorganisation Afrikas mit umfassenden Kompetenzen im medizinischen Bereich. Apotheker ohne Grenzen ergänzt diese durch besonderes Know-how im pharmazeutischen Bereich.