Sauberes Wasser und bessere Hygiene

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AMREF unterstützt seit Jahren Wasser- und Hygiene-Projekte in Teilen Ostafrikas, die zu den am stärksten benachteiligten gehören und von extremer Trockenheit geprägt sind. Insbesondere in den Bezirken Samburu (Donor: Knorr Bremse Global Care e. V.), Kajiado, Kitui und Makueni (Kenia), Mkuranga (Tansania, Donor: Lanxess AG) sowie Rustenberg (Südafrika, Donor: Lanxess AG) setzt sich AMREF für einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser und hygienischen Einrichtungen ein. Außerdem wird durch die Projekte in Kenia und Tansania die Unterrichtung der Bevölkerung in Gesundheitsfragen gefördert.

Durch den Mangel an sauberem Trinkwasser und Hygienemaßnahmen treten in den Regionen immer wieder epidemieartige Erkrankungen auf.

Eine besonders tückische und weit verbreitete dieser Krankheiten ist das Trachom: Was wie eine Bindehautentzündung beginnt, führt unbehandelt über die Austrocknung und Vernarbung des Auges bis zur Erblindung. Besonders häufig sind Kinder vom Trachom betroffen. Deshalb bekämpft AMREF mit den Wasser- und Hygiene-Projekten bereits die Ursachen dieser und anderer Krankheiten.

Was AMREF in Kenia, Tansania & Südafrika konkret leistet

AMREF verbessert durch verschiedene Maßnahmen den Zugang zu sauberem Wasser und Hygieneeinrichtungen.

Dazu gehören der Bau verschiedener Brunnen und Latrinen sowie die Bereitstellung von hygienischen Wassertanks und „leaky tins“ zum einfachen Säubern der Augen von Keimen.

Die Gemeinden werden stets intensiv in die Baumaßnahmen mit einbezogen und lernen, die errichteten Anlagen selbst zu warten und zu betreiben. Außerdem werden sie in Techniken der Mikrolandwirtschaft sowie in der Bewirtschaftung von Gemeinschaftsgärten geschult.

 

In KwaZulu-Natal, einer der ärmsten Gegenden von Südafrika, konnte AMREF eine ganz besondere Erfindung umsetzen und bereits an fünf Orten umsetzen.

Die sogenannten „Playpumps“ (Spiel-Pumpen) sehen aus wie bunt angestrichene Kinderkarussells und pumpen im Handbetrieb Wasser aus bis zu 65 Metern Tiefe nach oben.

Indem die Kinder mit so einem „Karussell“ spielen und sich gegenseitig umherwirbeln, können bis zu 1.200 Liter Wasser pro Stunde in einen in 7 Metern Höhe installierten, hygienisch versiegelten Behälter befördert werden.

Aufklärung über die Wichtigkeit hygienischer Maßnahmen in Schulen und Gemeinden runden das Projekt in Kenia ab. In Mkuranga wird zusätzlich in 24 Schulen das Programm PHASE (Personal Hygiene and Sanitation Education) der WHO durchgeführt. Dabei lernen Kinder die essenzielle Bedeutung von Hygienemaßnahmen kennen und erhalten Informationen dazu, was sie selbst tun können, um nicht krank zu werden.

Auf die Wassersituation in ihrer Heimat haben Kinder aus Tansania auch selbst aufmerksam gemacht: Sie haben Bilder und Briefe an Schulen in Köln und Leverkusen geschickt. Ergänzend wurden Vorträge durch AMREF-Mitglieder gehalten. Auf diese Weise haben die deutschen Schüler und Schülerinnen einerseits erfahren, wie Naturwissenschaften dazu beitragen können, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern. Andererseits wurde ihr Interesse für Afrika und den Alltag der Kinder dort geweckt.