Welt-AIDS-Tag 2013
Kampf gegen HIV/AIDS: AMREF fordert Fokus auf Jugendliche, insbesondere junge Frauen

Beratung_kleinDas Millennium Development Goal (MDG) 6 beinhaltet das Ziel der Eindämmung sowie Umkehr der HIV-Epidemie bis 2015. In den Bereichen Prävention und Behandlung zeigt ein aktueller UNAIDS-Bericht jetzt bedeutende Erfolge auf:  Es gibt eine 33-prozentige Verringerung der Neuinfektionen zwischen 2001 und 2012 und die Zahl der Todesfälle ist seit 2005 um etwa 30 Prozent gesunken. Gleichzeitig lebten rund 35.3 Million Menschen im Jahr 2012 mit dem HI-Virus. Dieser Wert hat sich im Vergleich zu den vorherigen Jahren etwas erhöht, was aber auf den Verbesserten Zugang zu antiretroviraler Therapie zurückzuführen ist.

AMREF begeht den Welt-AIDS-Tag 2013 unter dem weltweiten Motto 2013: ´Getting to zero: zero new HIV infections. Zero discrimination. Zero AIDS-related deaths’. Der Fokus liegt auf der Verbesserung des Zugangs zu Prävention, Behandlung und Betreuung von Jugendlichen.

Junge Frauen besonders gefährdet

Viele Länder in Afrika südlich der Sahara haben eine deutliche Reduzierung der HIV-Prävalenz  (Häufigkeit) bei jungen Menschen (15-24 Jahre) erreicht. Zwischen 2001 und 2012 gab es eine Reduktion um 42 Prozent. Diese positive Entwicklung ist ermutigend, aber gerade für junge Frauen ist das Risiko einer HIV-Infektion noch immer doppelt so hoch wie bei jungen Männern.

Aufklärung_kleinAMREF ist davon überzeugt, dass der Fokus auf Jugendliche essentiell ist, um eine Generation ohne HIV/AIDS zu ermöglichen. Der verstärkte Fokus auf diese Altersgruppe ist auch deshalb so wichtig, weil sie einen großen Teil der afrikanischen Bevölkerung ausmacht und Initiativen so eine besondere Reichweite haben. Die Projekte von AMREF im Bereich geschlechtersensibler sexueller und reproduktiver Gesundheit für Jugendliche sowie für Frauen und Mädchen in marginalisierten Gemeinschaften, sind auch für die Armutsbekämpfung in Afrika südlich der Sahara von grundlegender Bedeutung.

Maßnahmen, die AMREF als effektiv einschätzt, um die Gesundheit der Jugendlichen zu verbessern, umfassen

  1.  die Entwicklung von Bildungsmodellen für die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Jugendlichen.
  2. Aufbau jugendfreundlicher Dienste an Gesundheitseinrichtungen.
  3. Innovative Ansätze, um die Nachfrage und den Zugang zu Dienstleistungen zu verbessern.
  4. Bildung von Jugendclubs und Zentren, wo Wissensaustausch und Ressourcen effektiv genutzt und geteilt werden können.

Neben der Gesundheit von Jugendlichen, ist AMREF besorgt über die vielen Mütter, die jedes Jahr Gefahr laufen während der Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, dieses Risiko wird durch eine HIV Infektion stark erhöht. Durch die internationale Kampagne „Stand Up for African Mothers“ zur Ausbildung von 15.000 Hebammen bis 2015, leistet AMREF einen Beitrag dazu die Müttersterblichkeit in Afrika zu verringern. Aber Hebammen retten nicht nur Leben. Sie spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Beratung von Müttern, um beispielsweise die Übertragung von HIV von der Mutter auf das Kind zu verhindern.

AMREF fordert verstärkte Anstrengungen von Regierungen, Institutionen, nicht-staatlichen Organisationen und Gemeinden, um das ernste Gesundheitsproblem HIV/AIDS zu bekämpfen.

Hier können Sie das AMREF-Statement im Original herunterladen (engl.).