Labor in Uganda eröffnet

DSC_0813Die Freude im Bira Health Center in Adjumani ist groß!  Das lang ersehnte Labor wurde vor wenigen Tagen eröffnet und unterstützt ab sofort die Arbeit des Gesundheitszentrums, das für mehr als 6.000 Menschen in der Region zuständig ist.

Mit finanzieller Unterstützung durch die Bundesregierung hat Amref Health Africa das Labor gebaut und ausgestattet*. Es verfügt unter anderem über eine Blutbank, ein Behandlungszimmer und ein ausgestattetes Prüflabor. Mit dem Labor wird die Gesundheitsversorgung in Adjumani maßgeblich verbessert. Denn nur mit der richtigen Diagnose können den Menschen die passenden Medikamente verschrieben werden. Und nur durch eine frühzeitige Diagnose können ansteckende Krankheiten rechtzeitig erkannt werden, um Epidemien zu verhindern.

Und diese Stärkung des Gesundheitssystems ist in Adjumani – im wahrsten Sinne des Wortes – überlebenswichtig: Allein bis Ende Februar 2016 sind mehr als 500.000 Flüchtlinge nach Uganda gekommen, der größte Teil von ihnen aus dem Südsudan. Und der Zustrom hält an. Die aufnehmenden Gemeinden, die ohnehin kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben, müssen die wenigen Krankenstationen mit den vielen, oft verletzten und geschwächten Flüchtlingen teilen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Hilfe für südsudanesische Flüchtlinge in Uganda nicht nur ad hoc die medizinische Versorgung verbessert, sondern auch nachhaltig für bessere medizinische Services sorgt. Das kommt sowohl den Flüchtlingen, als auch den aufnehmenden Gemeinden zugute.

* Der Bau des Labors ist Teil des Projekts “Nothilfe Südsudan“. Die Mittel hierfür wurden  über das GIZ „Sonderprogramm Flüchtlinge – Südsudan“ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) im Auftrag des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) bereitgestellt.