2.4 Millionen US$ zum Schutz von Müttern und Kindern

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(c) Diane Mc Carthy

Amref Health Africa erneuert sein Engagement für “Every Woman Every Child”

Amref Health Africa investiert gemeinsam mit seinen Partnern weitere 2.4 Millionen US$ in Gesundheitsprogramme für Mütter und Kinder. Die Gelder ermöglichen über einen Zeitraum von drei Jahren die Schulung von 8.000 Hebammen in acht Ländern Afrikas. Ziel ist es, ihre Kompetenzen in der Geburtshilfe zu verbessern, um so die Leben der Mütter und ihrer Neugeborenen zu schützen.

„Das zusätzliche Training wird durch unsere globale Kampagne Stand Up for African Mothers, ermöglicht“, so Dr. Githinji Gitahi, CEO von Amref Health Africa. Anliegen der Kampagne ist die Gewährleistung einer medizinischen Grundversorgung für Mütter während der Schwangerschaft sowie der Geburt. Und die Versorgung der Neugeborenen sowie Aufklärung über Familienplanung.

Hebammen retten Leben. Man schätzt, dass eine Hebamme jährlich mindestens 500 Frauen während der Geburt zur Seite steht und mehr als 100 Neugeborenen auf die Welt verhilft. Sie bestärken schwangere Frauen mindestens vier pränatale Untersuchungen durchführen zu lassen und klären Frauen über Familienplanung auf. Desweiteren assistieren sie ihnen während der Geburt sowie in der Folgezeit und können in komplizieren Notfällen helfen.

Jedes Jahr sterben im subsaharischen Afrika fast 200.000 Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt. Eine von 39 Frauen läuft Gefahr, an schwangerschaftsbedingten Komplikationen zu sterben, in wirtschaftsstarken Ländern dagegen nur eine von 4.300 Frauen. Eine grundlegende medizinische Notfallversorgung würde dieser untragbar hohen Müttersterblichkeit im subsaharischen Afrika effektiv entgegenwirken. Die Fördersumme ermöglicht es Amref Health Africa jährlich 4 Millionen Frauen im gebärfähigen Alter zu erreichen und sie bei der Geburt sowie der anschließenden medizinischen Versorgung von 800.000 Neugeborenen zu unterstützen. Statistiken erfassen eine weitaus niedrigere Müttersterblichkeit, wenn Geburten von geschultem Gesundheitspersonal begleitet werden.

Als Unterstützung für das von der UNO initiierte “Every Woman Every Child“ Projekt bildet Amref Health Africa diese zusätzlichen Hebammen in Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien, Senegal, Malawi, Sambia und im Südsudan aus. Die Initiative leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs). Insbesondere zum Ziel Nr. 3, welches die “substantielle Verbesserung der Gesundheitsfinanzierung sowie der Anwerbung, Weiterentwicklung und des Trainings von Gesundheitspersonal innerhalb von  Entwicklungsländern“ ermöglichen will.

„Unglücklicherweise gibt es in Afrika einen kritischen Mangel an Hebammen, sowohl numerisch, als auch bezüglich ihrer Kompetenzen. Der Großteil von Hebammen in Afrika durchlief nur ein rudimentäres Training und bedarf daher einer Fortbildung, um den internationalen Standards der Geburtshilfe gerecht zu werden. Amref Health Africa priorisiert mit unserer Stand Up for African Mothers Kampagne die Ausbildung von Hebammen als eine der Schlüsselstrategien zur Reduzierung der Müttersterblichkeit sowie der Mortalität ihrer Neugeborenen innerhalb der Länder mit der höchsten Müttersterblichkeit Afrikas,“ resümiert Dr. Gitahi.