"integrated WASH and Nutrition"
Projektbesuch mit Sternstunden e.V. in Turkana

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Dank der finanziellen Unterstützung von Sternstunden e.V. kann AMREF in Turkana (Kenia) seit Mai 2012 ein “Integrated WASH and Nutrition” Projekt durchführen. Das Ziel des Projektes ist die Armutsreduktion und Verbesserung der Nahrungsmittelversorgung durch einen kombinierten Wasser-, Gesundheit- und Landwirtschaftsansatz.

Im Rahmen der Hilfe zur Dürre 2011, von der auch die Region Turkana massiv betroffen war, wurde deutlich, dass Projekte zu nachhaltiger Landwirtschaft und dem Anbau dürreresistenter Pflanzen wichtig sind, um die lokale Bevölkerung besser auf künftige Trockenzeiten vorzubereiten. Außerdem sind die Aufklärung über Hygiene und Wasserversorgung wichtige Bestandteile des Projektes, da dieses Wissen einen großen Beitrag dazu leistet, dass z.B. Durchfallerkrankungen zurückgehen.

Das Projekt wurde bewusst in einer Region Turkanas umgesetzt, in der die Bevölkerung bereits vor einigen Jahren das Nomadenleben aufgegeben hat und dörfliche Strukturen mit zugehöriger Schule entstanden sind. Bereits vor Umsetzung des Projektes wurde neben der Viehzucht etwas Landwirtschaft betrieben. Jetzt wurden diese Strukturen ausgebaut, professionalisiert und durch eine nachhaltige Komponente ergänzt. Aufklärungskampagnen über Hygiene und Wasser, die das Projekt begleiten, ergänzen die landwirtschaftliche Komponente.

Dr. Ludger Hermeler (Geschäftsführung) und Marianne Lüddeckens (Projektmanagement) von Sternstunden e.V. hatten im Februar 2014 die Gelegenheit, sich das Projekt anzuschauen und mit der Bevölkerung vor Ort über den Erfolg des Projektes zu sprechen.

Fotos vom Projektbesuch:

Der nachfolgende Bericht zum Projektbesuch ermöglicht Ihnen einen Blick hinter die Kulissen und verdeutlicht eindrucksvoll den Erfolg des besuchten AMREF-Projektes.

10. Februar 2014: Zwischenstop in Natira  - Krankenstationen ermöglichen Zugang zu medizinischer Versorgung für lokale Bevölkerung

Auf dem Weg von Nairobi nach Lokichoggio, dem eigentlichen Ziel der Reise, wurde an der lokalen Krankenstation in Natira haltgemacht. Diese Station wird seit vielen Jahren von Amref unterstützt und auch Sternstunden e.V. half hier während der Dürre 2011. Außerdem bot sich an der Krankenstation die Möglichkeit, den Besuchern aus Deutschland zu zeigen wie Amref mit den lokalen Gemeinden und den lokalen Autoritäten zusammenarbeitet. Im Gespräch mit der Bevölkerung wurde berichtet welche Verbesserung die Station für die Gesundheitsversorgung bringt.

Natira

Die Krankenschwester der Einrichtung führte außerdem durch das Gebäude, in dem wie immer reges Treiben herrschte. Gerade als der Besuch eintraf wurde ein unterernährtes Kind behandelt.Auch die wichtige Rolle der Community Health Worker (Gesundheitshelfer) wurde betont, da dank ihrer Arbeit auch die entlegensten Regionen medizinische Versorgung bekommen. Am Abend ging die Reise weiter nach Lokichoggio.

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Die Krankenschwester (rechts im Bild) bei der Arbeit. Gerade wird ein Kleinkind gewogen.