Mit Schulgärten gegen den Hunger

2013_WASH_058_kleinMalina ist neun Jahre alt. Ihre Familie lebt in Sichtweite des Flüchtlingslagers Kakuma. In dieser Region Kenias führen Dürren und Armut dazu, dass auch die Familien im Dorf auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Obendrein ist der Fluss, aus dem alle ihr Wasser schöpfen, schlammig und trüb. Typhus und andere Krankheiten grassieren deshalb immer wieder. Oft sind die Kinder zu krank, um in die Schule zu gehen – auch Malina.
Um Kindern wie Malina bessere Zukunftschancen zu schenken, hat Amref Health Africa das Projekt „Schulgärten“ ins Leben gerufen, das die Ernährung der Kinder und ihrer Familien – im Flüchtlingslager genauso wie in den umliegenden Dörfern – nachhaltig verbessert. Dazu bildet Amref Health Africa die Lehrkräfte der ortsansässigen Schulen aus, damit sie mit ihren Klassen Schulgärten anlegen können. Dort lernen die Mädchen, Jungen und ihre Mütter, wie sie mit geeignetem Saatgut kleine, sparsam bewässerte Felder für Obst und Gemüse anlegen.
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WASSER UND HYGIENE FÜR DIE GESUNDHEIT:
Für die Bewässerung der Beete und die Trinkwasserversorgung werden Wassertanks an den Schulen aufgestellt und Pipelines gebaut. Ergänzende Schulungen über Hygiene und den Schutz vor krankmachenden Keimen sorgen dafür, dass die Kinder gesünder leben können. Dieses Wissen ist eine wichtige Ergänzung zu den Trainings in moderner Anbautechnik, die schonende Bodennutzung und gleichzeitig höhere Erträge ermöglichen. So kommen wichtige Vitamine und Mikronährstoffe auf den Speiseplan der Schulen und Familien.

KENIA, REGION WEST-TURKANA: 95 PROZENT LEBEN IN ABSOLUTER ARMUT!
Im Nordwesten Kenias, an der Grenze zum Südsudan, liegt der Bezirk Turkana. Kleinbauern und Hirten leben hier „Tür an Tür“ mit Flüchtlingen, die vor den Konflikten im Südsudan und in Somalia geflohen sind. Doch während die Flüchtlinge mit Nahrungsmittel-Paketen der internationalen Gemeinschaft versorgt werden, leiden die Kleinbauern unter den Folgen jahrelanger Dürre. 95 Prozent leben unter der Grenze zur absoluten Armut – sie haben weniger als einen US-Dollar täglich zum Leben.

Seit August 2014 leistet Amref Health Africa in Krankenstationen der Region Turkana West und im Camp Kakuma medizinische Hilfe. Dabei haben unsere Ärzte vor Ort festgestellt: Unterernährung ist eine häufige Diagnose. Vor allem Kinder und Frauen leiden unter Mangelkrankheiten, die durch Hunger und verschmutztes Trinkwasser ausgelöst werden. Mit dem Projekt „Schulgärten“ leisten wir deshalb nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe.

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