Von den Millenniums-Entwicklungszielen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen

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Universeller Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und mobile innovation’ werden treibende Kraft zur Erreichung der Gesundheitsziele der post-MDG Ära in Afrika sein.

Wenn die Welt im September 2015 zusammenkommt, um Bilanz zu ziehen über die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) und neue nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) zu verabschieden, dann muss auch Afrika sich und seine Rolle als begünstigte Weltregion neu reflektieren. Was können wir aus der Erfahrung lernen? Wo müssen wir verstärkt aktiv werden?

Im Jahr 2000 verpflichtete sich die Weltspitze dazu, keine Bemühungen zu scheuen, Männer, Frauen und Kinder aus den inhumanen und erniedrigenden Konditionen extremer Armut zu befreien. 15 Jahre später wurden Millionen Leben gerettet und die Lebensbedingungen für unzählige Menschen auf der Welt verbessert – auch, und gerade, in Afrika.

Die MDGs haben gezeigt wie sich die Welt für das gemeinsame Ziel vereinen lässt, möglichst große Erfolge im Kampf gegen Armut und Krankheit zu erzielen. Aber Erfolg ist ein dehnbarer Begriff – insbesondere im Bezug auf die Errungenschaften in den sogenannten Entwicklungsländern, wo die Gesundheitsindikatoren im Jahr 2000 besonders niedrig waren und so ein vergleichsweise weiter Weg zur Erreichung der MDGs zurückzulegen war.

Die signifikanten Erfolge der vergangenen 15 Jahre sind größtenteils einem Anstieg der internationalen finanziellen Unterstützung zu verdanken, einhergehend mit einem stärkeren politischen Commitment und einer wachsenden Wirtschaftskraft (insbesondere in Afrika und Asien).

Gesundheit ist Voraussetzung, praktischer Indikator sowie Ergebnis nachhaltiger Entwicklung. Als Teil der post-MDG Entwicklungsagenda sind Anstrengungen nötig, die bisherigen Erfolge zu sichern, und zentrale neue Gesundheitsaspekte in die SDGs zu integrieren.

Ein besonderes Augenmerk muss dabei den Herausforderungen durch die stark steigende Bevölkerungszahlen zukommen. Denn die Bevölkerung in Afrika wird sich bis 2050 mehr als verdoppeln: Von 1,1 Milliarden auf mindestens 2,4 Milliarden in 2050.

Familienplanung darf deshalb nicht als indirektes Ziel in den SDGs untergehen. Der freie Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit ist der zentrale Faktor, um die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) in Afrika erreichen zu können.

Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Ressourcenmangels, wird die Nutzung von innovativen Technologien in der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitspersonal sowie in der Aufklärungsarbeit ein zentrales Instrument sein, um die SDGs zu erreichen. Die Trainingsplattform HELP von Amref Health Africa ist so ein Beispiel, um Weiterbildung zu ermöglichen und Kosten zu sparen.

Auch die wichtige Rolle der Gesundheitshelfer muss mehr anerkannt werden, Investitionen in Aus- und Weiterbildung getätigt werden. Effizienz, Verantwortlichkeit und Transparenz müssen Standard werden – auf staatlicher und nichtstaatlicher Ebene. Nichtregierungsorganisationen, wie Amref Health Africa, können eine wichtige Rolle dabei spielen, die relevanten Stakeholder zu beraten und so zu helfen nachhaltige Gesundheitssystem in Afrika aufbauen.

Eine detailierte Bilanz zu den MDGs in Afrika finden Sie hier.