2017 beginnt mit gleich drei wichtigen neuen Projekten

Mädchen nach einer Alternative Rites of Passage ZeremonieMädchen in Tansania, Flüchtlingskinder in Uganda und Bedürftige in Äthiopien: Mit der Unterstützung durch Sternstunden e.V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, können wir in den kommenden Monaten gleich drei bedeutende Projekte realisieren.

Besonders dringlich ist die Hilfe für südsudanesische Flüchtlingskinder in Adjumani (Uganda). Hier kommen derzeit noch immer rund 2.000 Flüchtlinge täglich an – knapp 90% von ihnen sind Frauen und Kinder. Insgesamt leben in Uganda mehr als 500.000 südsudanesische Geflüchtete. Sie sind geschwächt und brauchen dringend medizinische Versorgung, Nahrung und Zugang zu sauberem Wasser sowie Bildung.

SchuleViele Geflüchtete sind aufgrund des großen Zustroms noch immer in Zelten untergebracht, Mangelernährung und ein schlechter Gesundheitszustand sind weit verbreitet. Da es für die Menschen mittelfristig nicht möglich sein wird, in ihre Heimat zurückzukehren, ist es besonders  wichtig, dass die Kinder in den Camps auch zur Schule gehen können. Nur so kann einer „verlorenen Generation“ vorgebeugt werden. Das Projekt wird deshalb unter anderem die Lernbedingungen für Schulkinder verbessern. Hinzu kommt die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Aufklärungs- sowie Präventionsarbeit in den Bereichen Nahrung, Hygiene und Gesundheit.

Verteilung von NotnahrungFür die Menschen in Afar stand das Jahr 2016 ganz im Zeichen des Wetterphänomens El Nino – extreme Dürren und massive Überschwemmungen bestimmten das Wetter. Die Folge waren Viehsterben, Ernteausfälle und Mangelernährung. Noch immer brauchen die Menschen dringend Notnahrung, um den akuten Hunger zu bekämpfen, wieder zu Kräften zu kommen und eine Chance auf eine neue Lebensgrundlage zu erhalten. Deshalb werden im Rahmen des Projektes Frauen und Kinder, die von der Dürre am stärksten betroffen sind, mit Notnahrung und Öl versorgt.

Die Gesundheit von Mädchen zu schützen und Genitalverstümmelung zu verhindern, ist das Ziel des dritten Projektes. Obwohl die weibliche Genitalverstümmelung in Tansania offiziell verboten ist, wird diese Tradition in vielen Massai-Gemeinden weiter praktiziert. Mit fatalen Folgen für die physische und psychische Gesundheit der Mädchen. Amref Health Africa hat in einigen Massai-Gemeinden Kenias und Tansanias bereits erfolgreich die „Alternative Rites of Passage“ eingeführt, die eine würdevolle und von allen anerkannte Initiation der Mädchen ohne Beschneidung ermöglichen. In der Region Handeni (Tanga, Tansania) ist die Beschneidung von IMG_4504_kleinMädchen besonders weit verbreitet und das Projekt ermöglicht nun auch hier die Einführung der „Alternative Rites of Passage“. So wird nicht nur die Genitalverstümmelung nachhaltig verhindert, sondern auch dafür gesorgt, dass die Mädchen länger zur Schule gehen können.