Südsudan in höchster Not

DroughtIm vom Bürgerkrieg zerrissenen Südsudan leiden mehr als 270.000 Kinder unter schwerer Mangelernährung. Mehr als 4 Mio. Menschen brauchen dringend sauberes Wasser und Nahrung. Wer alles verloren hat, sollte nicht noch hungern müssen.

Das Leben der Menschen im Südsudan wird durch eine tödliche Mischung aus Bürgerkrieg und wirtschaftlicher Not bedroht. Zusätzlich kommt jetzt die Trockenzeit und mit ihr die Dürre. Aktuell sind mehr als vier Millionen Südsudanesen von einer massiven Hungersnot bedroht. Besonders Frauen und Kinder sind bei Mangel- und Unterernährung gefährdet.

Hinzu kommt: Mehr als 3,3 Millionen Südsudanesen befinden sich auf der Flucht vor den blutigen Auseinandersetzungen in ihrem Land. Fast zwei Millionen von ihnen fliehen in weniger umkämpfte Regionen des Landes, die mit dem Ansturm der Menschen überfordert sind. Es mangelt vor allem an sauberem Wasser und ausreichend Nahrung. Nach Jahren blutigen Bürgerkriegs und wirtschaftlichen Verfalls wurde in weiten Teilen des Südsudans Ende Februar 2017 eine Hungersnot ausgerufen.

HUNGERSNOT BEDROHT FRAUEN UND KINDER
Insbesondere Frauen und Kinder brauchen dringend Hilfe. Sie stellen rund 70 % der Flüchtlinge und sind oft hunderte Kilometer gelaufen, um sich in Sicherheit zu bringen – nur die Stärksten schaffen es überhaupt. Und jetzt bedroht eine akute Hungersnot ihr Leben. Die flüchtenden Menschen konnten ihre Felder nicht bestellen. Und selbst für jene, die noch Land besitzen, ist Saatgut infolge der Kämpfe ein unbezahlbarer Luxus geworden.

Der Preis für Getreide hat sich innerhalb eines Jahres verfünffacht. Mehr als die Hälfte der Menschen ist massiv von Hunger bedroht. Lebensbedrohlich für die gesundheitlich ohnehin extrem geschwächten Menschen.

FÜR GEZIELTE HILFE VOR ORT
Genau diese drängendsten Probleme der Menschen im Südsudan gehen wir mit Ihrer Hilfe jetzt an. Am dringendsten ist die nachhaltige Versorgung der Menschen mit Nahrung. Um sie aber nicht von Notnahrungslieferungen abhängig zu machen, setzen wir – wo möglich – auf die Anschaffung von Saatgut und die Ausbildung von Bauerngruppen im Anbau dürreresistenter Pflanzen. Außerdem werden Wasserquellen instandgesetzt bzw. gebaut.  Die Bekämpfung der Mangelernährung ist dabei das oberste Ziel.

FÜR JEDEN EINZELNEN
P1090449_kleinEsther ist eine der Frauen, die vom Projekt profitiert. Sie ist Mutter von zwei Kindern und möchte nach Jahren auf der Flucht wieder ein Zuhause aufbauen. Sie braucht dringend eine kleine eigene Ernte, um ihre Kinder ernähren zu können. Ihr jüngster Sohn ist 10 Monate alt und leidet unter starker Mangelernährung. Sie ist wissbegierig und freut sich auf die Möglichkeit ihre Kinder bald wieder selbständig versorgen zu können.

Schon während des jahrzehntelangen Bürgerkrieges war Amref Health Africa als eine der ganz wenigen nichtstaatlichen Organisationen im Land tätig und genießt seither bei der lokalen Bevölkerung besonders großen Rückhalt. Darüber freuen wir uns sehr und wollen dieses Vertrauen auch in Zukunft immer wieder aufs Neue rechtfertigen. Denn nur, wenn wir den Menschen in ihrer Not jetzt helfen, können wir unsere nachhaltigen Projekte im Südsudan erfolgreich weiterführen.
Werden auch Sie Teil unserer Hilfsgemeinschaft, und unterstützen Sie Amref Health Africa mit einer Spende Ihrer Wahl.