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Tipaiya freut sich über ihr gesundes Baby

Tipaiya_ohneTipaiya brachte ihr jüngstes Kind auf Anraten ihrer traditionellen Hebamme (TBA) in einer Klinik zur Welt. Jetzt sitzt sie schwach, aber glücklich auf ihrem Krankenhausbett im Entasopia Health Center in Kenia. Sie lächelt, während sie mit ihrem Neugeborenen kuschelt. Nach einer langen und schwierigen Geburt hält die stolze Mutter einen gesunden Jungen in den Armen. Es war das erste Mal, dass die 45-jährige Tipaiya in einer Klinik entbunden hat.

Glück gehabt
Ihre anderen Kinder sind alle mit Hilfe von Pesi, einer traditionellen Hebamme, zu Hause auf die Welt gekommen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass jede Minute eine Frau während der Geburt in Afrika stirbt. Tipaiya kann also froh sein, dass sie am Leben ist, anders als so viele andere Frauen in ihrer Gemeinschaft, die gestorben sind, weil sie zu Hause und oft ohne Hilfe entbunden haben.

Traditionelle Hebammen (TBAs)
In den meisten traditionellen afrikanischen Kulturen spielen die TBAs eine wichtige Rolle in der Gemeinde. Die Hebammen, immer ältere Frauen, sind für alle Angelegenheiten in Bezug auf Frauen verantwortlich. Und die Hebamme entscheidet auch, wo die schwangere Frau gebärt. Leider sind die TBAs oft nicht ausreichend geschult, um die Frauen und Neugeborenen bei Komplikationen angemessen zu betreuen und professionell zu versorgen.

Aus- und Weiterbildung für traditionelle Hebammen
Um dieses Problem anzugehen, hat das kenianische Gesundheitsministerium beschlossen, dass alle Frauen ihre Kinder mit der Unterstützung einer ausgebildeten Hebamme auf die Welt bringen sollen. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, trainiert Amref Health Africa Hebammen und bildete bereits mehr als 120 TBAs weiter. Das Training für die traditionellen Hebammen beinhaltet auch die Vorbereitung auf einen Rollenwechsel. Die werdenden Mütter sollen für die Entbindung in die nächste Gesundheitseinrichtung gebracht werden und ihre Kinder nicht mehr Zuhause auf die Welt bringen, wo Komplikationen nicht ausreichend behandelt werden können.

Auch Pesi, die traditionelle Hebamme, die Tipaiya betreut hat, hat an einem der Kurse von Amref Health Africa teilgenommen. Sie wurde dabei über die Gefahren der Hausgeburt und die Bedeutung von pränataler Versorgung aufgeklärt. Von Pesi ermutigt, erhielt Tipaiya so rechtzeitig die nötige Schwangerschaftsvorsorge im Krankenhaus. Als die Wehen einsetzten, brachte Pesi sie ins Krankenhaus und blieb die ganze Zeit an ihrer Seite.
Josephine Lesiamon, Projektmanagerin bei Amref Health Africa Kenia:

In ihrer neuen Rolle bleiben traditionelle Hebammen ein wichtiges Bindeglied zwischen der Gemeinschaft und der formalen Gesundheitsversorgung.

Ihre Hilfe kommt an!
Tipaiya und ihrer Gemeinde brauchen mehr gut ausgebildete Hebammen! Sie wollen helfen? Spenden Sie jetzt für die Ausbildung von Hebammen.
In Afrika sterben jedes Jahr 162.000 Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt. Unnötig, denn mit professioneller Betreuung könnten die meisten dieser Tode verhindert werden.