Trachom – Erblindung verhindern!

Erblindung ist in 80 Prozent der Fälle weltweit vermeidbar. Eine der häufigsten Ursachen ist Trachom, eine bakterielle Augenentzündung. Sie kommt besonders in Regionen mit schlechter Trinkwasserversorgung und mangelnden hygienischen Verhältnissen vor. Weltweit sind laut WHO 2,2 Mio. Menschen erkrankt, der größte Teil davon in Afrika südlich der Sahara.

So auch in Kenia, wo Trachom für rund 7 Millionen Menschen ein massives Gesundheitsproblem darstellt. Da die Gesundheitsversorgung fehlt, werden Infektionen nicht behandelt und führen so zur Erblindung der betroffenen Menschen. Stigmatisierung und Ausgrenzung sind die Folge. Ausbildung und Erwerbstätigkeit werden unmöglich.

Mit der finanziellen Unterstützung von Sanofi-Aventis Deutschland und WMF Barmherzigkeit wird jetzt ein wichtiges Trachom-Projekt umgesetzt. Dieses ermöglicht in Kajiado und Samburu County Behandlungen, Operationen, Prävention und Aufklärung für insgesamt 91.000 Menschen.

Zentrales Element ist die Durchführung von Outreach Visiten, die Behandlung und Operationen ermöglichen.
Dr. James Bett ist einer der Augenärzte, die diese Outreach Visiten begleiten:

100_3776Die wichtigste Zielgruppe des Projektes sind Frauen und Kinder (bis 9 Jahre), da sie die gefährdetsten Gruppen sind. Weil die Übertragung durch verschmutzte Hände, vor allem aber auch durch Fliegen stattfindet, stehen Prävention und Aufklärung an erster Stelle. Dazu zählt die räumliche Trennung von Vieh und Mensch, das regelmäßige Händewaschen, das Auswaschen der Augen mit Wasser aus den ›leaky tins*‹.

>>Jetzt mehr über dieses Projekt erfahren.

*Eine einfache Lösung für bessere Hygiene: Behälter mit einer kleinen Öffnung, die an Bäumen, Zäunen etc. aufgehängt werden können. (Foto)