Welt-Malaria-Tag 2016
Die Welt vereint im Kampf gegen Malaria

Christine Achieng performs malaria test to Michael Ballack_klein

Gesundheitshelferin Christine Achieng testet den neunjährigen Michael auf Malaria.

Am 25.04.2016 wird unter dem diesjährigen Motto „Malaria endgültig besiegen“ der Welt-Malaria-Tag begangen. Im Kampf gegen Malaria konnten in den vergangenen Jahrzehnten große Erfolge errungen werden. So ist die Malaria-Sterblichkeitsrate weltweit um 60% zurückgegangen. Das bedeutet 6.2 Millionen Leben konnten seit dem Jahr 2000 gerettet werden! Auch ist Malaria nicht länger die Haupttodesursache für Kinder in Afrika. Das sind wirklich großartige Entwicklungen, denn weniger Malaria bedeutet nicht nur gesündere Gesellschaften, sondern auch den regelmäßigen Schulbesuch von Kindern, weniger Arbeitsausfälle, produktivere Gemeinden und eine stärkere Wirtschaft.

Um die bisherigen Erfolge im Kampf gegen Malaria nicht wieder zu verspielen, müssen wir jetzt dran bleiben. Denn in 2015 gab es weltweit noch immer 214 Millionen Erkrankungen und 438.000 Todesfälle durch Malaria. Deshalb setzen wir uns weiter gegen Malaria ein. Ein Schwerpunkt ist die Ausbildung von Gemeindegesundheitshelfern in Prävention,Diagnose und Behandlung von Malaria.

Die Gesundheitshelfer fungieren als Schnittstelle zwischen den Gemeinden und den Gesundheitseinrichtungen. Sie machen regelmäßige Hausbesuche, verteilen Moskitonetze und klären über Malaria-Prävention auf. Wenn jemand im Dorf erkrankt, sind sie oft die erste Anlaufstelle. Sie können mit einem Schnelltestverfahren Malaria diagnostizieren und die nötigen Medikamente verabreichen. Sie erkennen auch wann der Patient so ernsthaft erkrankt ist, dass er ins nächstgelegene Krankenhaus muss.

So wie bei dem neunjährigen Michael Ballack, der sehr unglücklich darüber ist, dass er gerade nicht zur Schule gehen kann. Dabei steht Mathe auf dem Programm, sein Lieblingsfach. Aber Michael ist krank und muss erst wieder gesund werden.

Seine Mutter Belinda hat tagelang gebetet, dass sich der Gesundheitszustand von Michael von alleine verbessern möge. Zur Behandlung in die fünf Kilometer entfernte Gesundheitsstation hatte sie ihn nicht gebracht, weil sie sich den Transport dorthin nicht leisten kann. Doch Michael ging es von Tag zu Tag immer schlechter.

Glücklicherweise kam die durch Amref Health Africa ausgebildete Gesundheitshelferin Christine Adhiambo auf einer ihrer regelmäßigen Visiten bei Belinda und Michael vorbei. Belinda erklärt:

Michael fühlte sich schwach, schwindelig, er litt unter Kopfschmerzen und Übelkeit. Hinzu kam Appetitlosigkeit und er hatte sich zwei Tage lang erbrochen bevor Christine kam und ihn untersuchte.

Bei ihren Hausbesuchen hat die Gesundheitshelferin Christine immer Schnelltests und ein Malariamedikament zur Behandlung leichter Malariaerkrankungen dabei. Die richtige Diagnose von Gesundheitshelfern kann Leben retten! Auch Christine ist sich darüber bewusst und weiß genau wann eine einfache Behandlung ausreicht und wann ein Patient ins Krankenhaus überwiesen werden muss:

Als ich Michaels Symptome sah, habe ich ihn gleich auf Malaria getestet. Der Schelltest bestätigte, dass er Malaria hatte. Ich gab ihm das Malariamedikament und Antibiotika.

Glücklicherweise hat Christine die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert und behandelt. Michael befindet sich auf dem Weg der Besserung und kann hoffentlich bald wieder zur Schule gehen und am Nachmittag mit seinen Freunden Fußball spielen.

Michael Ballack taking an AL drug after been diognised with malaria_klein

Michael nimmt das Malariamedikament, das er von der Gesundheitshelferin bekommt.

Die Ausbildung von Gesundheitshelfern in der Prävention, Diagnose und Behandlung von Malaria kann Leben retten. >> Jetzt spenden!