01. - 07. August 2016
Internationale Weltstillwoche

Image 1_klein
Stillen ist nicht nur eine natürliche und kostengünstige Möglichkeit Babys und Kleinkinder zu füttern
. Es verbessert außerdem die Gesundheit, fördert die Kindesentwicklung und sichert Kindern in vielen Teilen der Welt das Überleben. Es kommt aber noch besser: Stillen ist ein wichtiger Faktor in der Umsetzung von Zielen nachhaltiger Entwicklung. Es kann helfen, Armut und Hunger zu bekämpfen und den Klimawandel aufzuhalten. Deshalb ist das Motto der diesjährigen Weltstillwoche „Stillen –  Fundament für nachhaltige Entwicklung“.

Dabei liegt dieses Jahr ein besonderer Fokus auf den „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Vereinten Nationen (UN). Insgesamt gibt es 17 dieser Ziele, die von allen UNO-Mitgliedsstaaten bis 2013 erreicht werden sollen. Vor allem in Afrika südlich der Sahara kann Stillen einen Beitrag zur Erreichung der SDGs leisten. Sie fragen sich wie Stillen Armutsbekämpfung, bessere Gesundheit und Umweltschutz unterstützen kann?

Dort wo Mangelernährung ein Problem darstellt, kann beispielsweise Entwicklungsstörungen und Todesfällen von unter fünf jährigen Kindern durch richtiges Stillen vorgebeugt werden – weltweit könnten so 45% der Kindstode durch Mangelernährung verhindert werden.

Außerdem hilft die Muttermilch dem Baby dabei, ein starkes Immunsystem aufzubauen und so seine Gesundheit zu stärken.

Auch wenn es hierzulande üblich ist, Babys mit Milchersatzpulver zu füttern, kann dies für Kinder in Regionen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser gefährlich werden. Denn wenn das Pulver mit verunreinigtem Wasser angerührt wird, finden Bakterien, Viren und Parasiten schnell ihren Weg in den leicht angreifbaren Organismus des Kindes. Eine stillende Mutter hilft also, die Gesundheit ihres Kindes in den ersten Lebensjahren zu schützen.

Aber nicht nur das: Gleichzeitig tut sie auch der Umwelt etwas Gutes und spart Geld, denn Muttermilch gibt es gratis. Und um ein Kilo Milchpulver zu produzieren, braucht man in etwa 4.000 Liter Wasser und Unmengen an Energie, die so für andere Zwecke eingesetzt werden könnten.

Über die Vorteile des Stillens klärt Amref Health Africa Frauen auf. Auch ausgebildete Hebammen und Gesundheitshelfer sind hierbei wichtige Botschafter.

Image7So wie Tiraemd Adinew (Foto), eine Gesundheitshelferin, die von Amref Health Africa ausgebildet wurde. Auf dem Foto sehen wir sie bei einem Hausbesuch. Wie üblich, nutzt sie die Gelegenheit, um mit der frischgebackenen Mutter Martano Malo Gesundheitsfragen zu besprechen und Stilltechniken zu üben.

Um Frauen wie Tiraemd und Martano zu unterstützen und Ihnen eine Stimme zu verleihen,  möchten wir schon jetzt mit dem Rest der Welt die Weltstillwoche feiern – auch wenn diese in Deutschland üblicherweise erst in der 40. Kalenderwoche begangen wird.