Knorr-Bremse unterstützt Amref-Projekt im Südsudan
Kampf gegen das Vergessen

Kinder in einer Flüchtlingsunterkunft in Boroli (Adjumani)

Kinder in einer Flüchtlingsunterkunft in Boroli (Adjumani)


Es gibt Grund zur Freude! Knorr-Bremse Global Care e.V. unterstützt unsere Arbeit zugunsten südsudanesischer Flüchtlinge in Uganda mit 50.000 Euro!

Nachdem in der letzten Woche der Fokus der Medien stark auf der Afrika-Reise der Bundeskanzlerin lag, könnte es jetzt wieder etwas stiller werden um die Herausforderungen auf dem Kontinent – insbesondere um die vergessenen Konflikte, wie jenen im Südsudan, der bereits mehr als 1 Mio Menschen zur Flucht gezwungen hat.

Die Situation im Südsudan ist weiterhin prekär. Allein seit dem erneuten Aufleben der Ausschreitungen im Juli 2016 wurden bereits Hunderttausende Menschen zur Flucht gezwungen und noch immer müssen viele ihre Heimat, ihre Familie und ihr Hab und Gut zurückzulassen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Und wir dürfen diese Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen.

Eines der Hauptziele flüchtender Menschen aus dem Südsudan ist der Nachbarstaat Uganda und die dortigen Flüchtlingscamps in Adjumani. Allein 404.954 Menschen, die aus dem Südsudan geflohen sind, leben inzwischen in Uganda. Und der Zustrom der Flüchtlinge bricht nicht ab.

Dank der Unterstützung von Knorr-Bremse Global Care e.V. kann Amref Health Africa nun weiterhin vor Ort bleiben und die Menschen in Adjumani unterstützen.

Diese Unterstützung bedeutet Hilfe für jene Menschen, die abseits des Rampenlichts stehen und kaum Hilfe erhalten. Es sind vor allem Frauen und Kinder, die den größten Teil der Flüchtlinge ausmachen und dringend medizinische Versorgung brauchen.

Dort wo viele Menschen auf engem Raum leben, ist nicht nur das soziale Miteinander eine Herausforderung, auch die Gefahr für das Auftreten und die Ausbreitung (wasserbürtiger) Krankheiten wächst. So kam es im August 2016 zum Beispiel zu einem Ausbruch von Cholera in Adjumani. Außerdem leiden viele der Flüchtlinge – vor allem Frauen und Kinder – an Mangelernährung und sind damit noch anfälliger für Krankheiten.

Was in Adjumani konkret geleistet wird

In dem Projekt, das dank der Unterstützung durch Knorr-Bremse Global Care e.V. jetzt durchgeführt werden kann, werden genau diese Probleme angegangen.

Dabei haben vor allem die Bereitstellung des Zugangs zu sauberem Wasser und Gesundheitsdienstleistungen Vorrang, um Menschenleben zu retten.

Neben dem Bau von Sanitäreinrichtungen und sicheren Wasserquellen, wird ein Schwerpunkt auch auf Aus- und Weiterbildung gelegt:

Zum einen werden Einzelpersonen gezielt im Umgang mit Hygiene geschult, die dann das angeeignete Wissen in ihre Gemeinden weitertragen. So wird zum Beispiel sichergestellt, dass Verhaltensweisen, wie das Händewaschen nach dem Toilettengang, zur Normalität werden.

Zum anderen stärkt das Projekt die Gesundheitsstrukturen aber auch auf institutioneller Ebene. Das heißt, dass neben gezielten Trainings von Hygiene-Botschaftern auch die Möglichkeiten der Labore durch die Ausbildung von Personal und die Anschaffung von besserem Equipment ausgeweitet werden.

Dabei beschränkt sich Amref Health Africa aber nicht nur auf einen Standort. Menschen in verschiedenen Flüchtlingssiedlungen innerhalb Adjumanis sollen von den Projektmaßnahmen profitieren. Durch Outreach-Maßnahmen werden Menschen in einem Umkreis von rund 50 km erreicht.

Wir  freuen uns gemeinsam mit unseren Kollegen in Uganda über die Zuwendung von Knorr-Bremse Global Care e.V. und sagen sehr herzlich DANKE!