Gesundheit schafft Zukunft

Am 07.04.2018 ist Weltgesundheitstag. Und das Motto 2018 „Universal Health Coverage“ unterstreicht wie wichtig eine flächendeckende Gesundheitsversorgung gerade in Weltregionen ist, in denen die Menschen ohnehin benachteiligt sind. In Afrika sind dies die ländlichen Regionen, in denen die meisten Menschen leben. Und auch weltweit betrachtet hat über die Hälfte der Weltbevölkerung keinen umfassenden Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Dabei ist Gesundheit die Grundvoraussetzung für Stabilität, Entwicklung und einen Weg aus der Armut – und damit nicht nur für jeden Einzelnen lebenswichtig, sondern auch ein wichtiger Indikator für den Zustand einer Gesellschaft.

Wo keine Basisgesundheitsversorgung vorhanden ist, haben die Menschen kaum eine Chance auf eine bessere Zukunft. Sie sind eher bereit ihre Heimat zu verlassen und anderswo ihr Glück zu versuchen. In Anbetracht der weltweiten Spannungen und damit verbundenen wachsenden weltweiten Flüchtlingsströmen rückt immer mehr der Wunsch nach einem ‚Kampf gegen Fluchtursachen‘ in den Fokus. Krieg, Hunger und Perspektivenlosigkeit sollen entgegengewirkt werden. Klar ist, einfache Lösungen gibt es nicht. Aber den Kopf in den Sand stecken hilft – wie so häufig im Leben – auch nicht.

Was also tun? Wir können keine Kriege beenden, aber wir können unser Wissen und unsere Erfahrung dazu nutzen strukturelle Voraussetzungen zu schaffen, die den Menschen ein Leben in ihrer Heimat ermöglicht. In unserem Fall ist dies die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Afrika. Dazu zählen die Stärkung der Gesundheitsstrukturen, Aus- und Weiterbildung in den ländlichen Regionen sowie Aufklärung und Prävention.

Mehr als 12 Millionen Hebammen, Krankenschwestern, Pfleger und freiwillige Gesundheitshelfer haben wir bereits aus-und weitergebildet. Ihr Wissen bringt nachhaltige Veränderung in den Gemeinden. Sie sind erster Ansprechpartner in Gesundheitsfragen, ihnen wird vertraut und sie schließen die Lücke zum formalen Gesundheitssystem. Diesen Menschen wollen wir anlässlich des Weltgesundheitstages für ihren Einsatz danken.

I am proud of the progress that we have made so far especially when it comes to antenatal health visits by pregnant mothers. (Antonera Lepesha)

Eine von ihnen ist Antonera Lepesha, Gemeindegesundheitshelferin in Samburu County, Kenia. Seit ihrer Ausbildung durch Amref Health Africa ist sie in ihrer Gemeinde erste Ansprechpartnerin in Gesundheitsfragen. Ihre Aufgaben umfassen die Betreuung von Patienten, die Überweisung von Patienten an Krankenhäuser und die Organisation von Patiententransporten. Besonders freut sie sich, dass die Frauen immer mehr Vertrauen in die Gesundheitsversorgung gewinnen.